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highendpet

Musik ist schön - live und zu Hause!

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1

Mittwoch, 29. März 2017, 07:30

Warum werden Lencos so aufgemotzt?

Hallo Zusammen,
ich stelle hier mal eine Frage. Es kann auch sein das es eine dumme Frage ist, aber trotzdem....
Als die Lenco Plattenspieler z.B. in der Schweiz bei ex libirs zu kaufen waren hatten die eher den Ruf ein gutes, preisgünstiges Modell zu sein und ganz nett Musik zu machen, aber damals nicht vergleichbar mit einem Thorens.
Warum werden die dann heute dermassen gepimpt und mit teuren Lagern usw. aufgemotzt? Das frag ich mich schon lange.
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe die aufgerüsteten Modelle an der AAA Veranstaltung in Basel gehört und die klangen wirklich gut...
Mir fehlt einfach der technische Hintergrund.
Vielleicht könnt Ihr mir ja auf die Sprünge helfen?
Ich bin ganz Ohr
Peter
"Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

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2

Mittwoch, 29. März 2017, 11:59

Lenco

Hi Peter,

ich nehm` mal mein Beispiel: nach wirklich vielen Versuchen mit riemen-/faden-/tape-/-getriebenen Laufwerken mit unterschiedlich schweren Tellern, Lagern etc. hab ich einen gebrauchten, ziemlich verratzten L78 bekommen. Nach Reinigung bin ich fast vom Hocker gefallen, was da so an großer, kleinster und allerkleinster Dynamik rüberkam. Diese kleinen, unverschliffenen Microdynamiken tragen ja bekanntlich u. a. zum sog. "lifefeeling" bei.
Woher kommt denn das?:
1. der Teller ist nicht übermäßig schwer
2. das Tellerlager ist OK
3. Der Teller wird von unten durch ein Reibrad mit direkter Kopplung an die Motorwelle angetrieben
4. Und jetzt kommts: Durch eine ausgebuffte Geometrie der Achslage Motor-Reibrad lockt sich die Antriebseinheit quasi von selbst beim Starten fest ein. Die Übertragung Motor-Teller ist schlupffrei und sehr direkt verkoppelt.
Sehr simpel und gut!
Ohne an dieser Geometrie etwas zu ändern, gibt es nun doch noch etliche Verbesserungsmöglichkeiten, die diesen Dreher in eine Lige mit dem TD 124 oder den Garrards bringen. Ich will nix anderes mehr!

Gruß
Niels

garrard401

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3

Mittwoch, 29. März 2017, 12:30

Hallo Peter,

man könnte genauso gut fragen, warum es Liebhaber alter manueller Uhren oder Autos gibt. Jeder Billigwecker aus China läuft genauer und jeder moderne Wagen bringt einen zuverlässiger von A nach B. Dennoch steigt man nach einer Fahrt mit einem alten Triumph mit Rückenschmerzen aus und fühlt sich trotzdem königlich. Faszination für alte simple Technik und das Gefühl noch selbst Hand anlegen zu können sind mögliche Erklärungsversuche. Niels hat die Vorteile eines Lencos gut auf den Punkt gebracht. Ein penibel revidierter Lenco ist ein verdammt gutes Laufwerk und braucht sich in Punkto Drive und Punch auch vor teuren heutigen Laufwerken sicherlich nicht verstecken.

Gruß
Mike
Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

otti.clz

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4

Mittwoch, 29. März 2017, 21:43

Nunn, ich bin erst seit kurzem im Besitz eines Lenco L75. Der ist nicht groß getunt, hat nur keine Originalzarge mehr sondern eine dänische Holzzarge. Sieht nett aus und klingt mit einem Nagaoka MP-10 schon mal ganz passabel. Den Abnehmer werde ich wohl noch mal ändern, sonst will ich nicht rumbasteln. Ich finde allerdings, dass es recht gelungene "aufgemotzte" Lencos gibt. Och warum nicht. Ich habe bei meinem vor, evtl. noch mal eine andere Zarge auszuprobieren, mal schauen. Sonst finde ich den Dreher aber hübsch. Ich wollte noch mal einen erschwinglichen Reibradler haben. Garrard ist zu teuer, einen Elac hatte ich, der war leider abgängig und einen schicken Dual habe ich nicht gefunden (ausgiebig gesucht hab ich allerdings auch nicht...) Warum Lencos so aufgemotzt werden? Warum werden Dreher überhaupt aufgemotzt. Man kann auch einen Thorens bis zur Unkenntlichkeit verbasteln. Das ist im Grunde alles nicht so mein Ding. Vielleicht suche ich für meinen auch einfach eine Originalzarge mit Haube - es müssten durchs Tunen ja einige über sein :D

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5

Mittwoch, 29. März 2017, 22:06

ähem-----------------

mir gibt das Vokabular "nett", "hübsch", "schick", zu bedenken, ob dann der arme Lenco das geeignete Aufmotzobjekt für Dich ist..............
Nur mal so meine unmaßgebliche Meinung.

Niels

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6

Mittwoch, 29. März 2017, 23:56

Hi Nils,
bei mir läuft auch ein L78.
Originalzarge, allerdings bedämpft, Ortofon AS 212 Tonarm.

Tonabnehmer Shure V15III, Decca London Gold, Denon DL103 und gerade jetzt Tonar Diabolic

Ich bin immer wieder überrascht was diese Spaßmaschine an Emotion aus den Rillen holt.
Klar, der Garrard 401 mit Schick und SPU's kann viel. Doch der Lenco ist bei einfacherem Plattenmaterial wirklich besser.
Mit dem habe ich Adele 25 gestern zum ersten Mal anhörbar erlebt.
OK, Klassik, Opern, ganz klar Garrard!
Beide hängen an der selben Phono Röhren Vorstufe.



Vom Lenco mit Tonar habe ich noch kein Bild....

Was. mich noch stört, die Impulstiefe (Dynamik) kommt nicht von untern sondern aus der Mitte.
D.H. GGfs. anderes Lager mit anderer Zarge....mal sehen...
Viele Grüsse

Volker

--black is no colour, it's a philosophy-- 8)
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Ste

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7

Donnerstag, 30. März 2017, 08:11

Einen Grossteil der Lenco Popularität kommt auch aus den Lenco Heaven Forum, welches eine erstklassige Community aufgebaut hat und immer wieder neue Lenco Liebhaber gewinnt.
Meine Lencos L78 und 75 sind allerdings eingemottet. Die hörbaren Vorteile eines Schickarms am Technics SP10 waren zu gross. Damit die Lencos mit halten können müsste ich wahrscheinlich auch da auf 12 Zöller umbauen. Dann hat mich auch noch damals ein grosser finanzieller Verlust getroffen. Ich bin einer der betroffenen der bei Jermey in England die exklusiven Lager bestellt hatte. Gleich 2 Natürlich. 1000 CHF versenkt, weil sie nie angekommen sind. Seitdem habe ich Abstand zu den Lencos gefunden.

Gr. Ste

TESLAMATEUR

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8

Donnerstag, 30. März 2017, 15:59

Moin ,
Warum werden die dann heute dermassen gepimpt und mit teuren Lagern usw. aufgemotzt?
weils Spass macht :P


Die Individualität & Kreativität des Bastelns und deren Endergebnisse sind nicht zu unterschätzen .
Olle Lencos gehören m.E zu den bezahlbaren Vintage Drehern die Veränderungen - egal welcher Coleur deutlich hörbar machen + wie - .
D.h. man hört was man (um)baut.

100% wie es Niels beschrieben hat.
Gleich 2 Natürlich. 1000 CHF versenkt, weil sie nie angekommen sind. Seitdem habe ich Abstand zu den Lencos gefunden.
Nichts angenehmes Ste , da leidet man mit , mit den Lencos selbst hat das allerdings nix zu tun.
müsste ich wahrscheinlich auch da auf 12 Zöller umbauen
Der Unterschied zwischen 8" Grace und Gray-Prügel war enorm ... hole die Dinger wieder ausm Keller !!!!!


Gruß

Markus
Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.

highendpet

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9

Donnerstag, 30. März 2017, 16:03

Lenco 78 von Volker

Das sieht ja ganz fein aus :thumbup: 8o
Hat gar nichts mehr mit dem eher billig aussehenden L75 gemein den mein Musikfreund damals hatte.
Wirkt ja richtig wertig - Hut ab :)
Peter
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garrard401

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10

Donnerstag, 30. März 2017, 18:31

Peter, ein wenig Lesefutter für dich.....

http://www.high-endaudio.com/RC-Lenco.html

Gruß
Mike
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highendpet

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11

Freitag, 31. März 2017, 07:30

Kann mich erst nächste Woche damit beschäftigen

Hallo Mike,
das sieht ja interessant aus! Hab nur mal so drüber geschaut.
Die Lencos wurden in der Schweiz hauptsächlich über ex libris (hifi und Musikabteilung von Migros (wäre in etwa mit Spar oder Karstadt vergleichbar). Die waren in den 70er Jahren wirklich gut und hatten ein grosses und gutes Sortiment an Platten und auch Elektronik und hifi. Damals mit einer durchaus guten, professionellen Beratung. Die hatten damals die Lencos im Angebot und so als Spieler für jedermann verkauft.
Immer mit Spieler und Arm mit Zelle komplett. Auf vielen war eine Empire Tonzelle verbaut - die waren wirklich nicht schlecht.
Heute gibt es den ex libris Teil immer noch aber das ist leider sehr in Richtung Weltbild abgesackt. Beratung nicht vorhanden und Fachkenntnis sehr beschränkt.
Tia die Zeiten ändern sich - es wird wirklich nicht alles besser ;(
Peter
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garrard401

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12

Sonntag, 30. April 2017, 11:14

So, mein Lenco L78 in der neuen Zarge. Erstaunlicherweise mußten noch Veränderungen an der Zarge vorgenommen werden. Auch die Verkabelung des Lencos mußte verlegt werden. Ansonsten hätte der Lenco nicht in die Zarge gepaßt. Die Arbeit ist soweit erledigt. Jetzt muss ich mir noch überlegen, ob ich die Zarge lackiere, wachse oder öle. Die Maserung wird dann noch einmal um einiges schöner. Der Lenco läuft absolut ruhig. Das hatte ich so nicht erwartet.



Gruß
Mike
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13

Sonntag, 7. Mai 2017, 16:01

Lenco L75 / Karmadon Gray-Clone 108 Tonarm Elac STS222 System

Tach ,

nun auch fertig mit dem Lenco



Gruß

Markus
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14

Sonntag, 7. Mai 2017, 22:33

Exzentrisch aber schön! :thumbup:
Viele Grüsse

Volker

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15

Sonntag, 7. Mai 2017, 23:44

Ich kannse nicht mehr sehn ,

diese arschglatt lack & popolierten 0/815 Zargen .

Diese am Pc. entworfene unsensible , proportional unmenschliche Designersch.....E

Exzentrisch
da fehlt ein go - zumindest in diesem Bereich :D



RexGildo - Hossa


Markus
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16

Montag, 8. Mai 2017, 08:14

Ist ein wahnsinns Prügel

Hallo Markus,
ich finde das Teil interessant zu sehen, allerdings macht mir der Tonarm eher den Eindruck eines Totschlägers und ich glaube damit könnte man einen Schwarzhörer problemlos aus dem Zimmer jagen um nachher wieder in Ruhe Musik zu hören.
Aber gut und solide hergestellt scheinen mit die Sachen zu sein.
Der Rest ist Geschmackssache :rolleyes:
Grüsse Peter
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17

Montag, 8. Mai 2017, 10:05

Na ja................
"schön" ist ein weites Feld, was den Arm betrifft. Meiner bescheidenen Meinung nach ist wichtig, was hinten raus kommt.

Niels

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Montag, 8. Mai 2017, 10:26

Moin ,
was hinten raus kommt
sagen wir so ,

ich empfinde keine Hörfreude mehr bei (m)einem 12 er Jelco mit AT150MLX

Gruß

Markus
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