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highendpet

Musik ist schön - live und zu Hause!

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1

Donnerstag, 3. Mai 2018, 10:44

Class D Verstärker

Hallo Zusammen,
ich habe mal eine technische Frage.
Was sind eigentlich Class D Verstärker und wie funktionieren die?
Bisher kannte ich Class A und AB Verstärker aber bei Class D habe ich keine Ahnung wie die funktionieren. Ausserdem habe ich noch von Class D Hybrid Verstärkern gehört - da weiss ich erst recht nicht was gemeint ist.
Mich würde interessieren welche Vor- und Nachteile diese "neue" Verstärkerart gegenüber A und AB hat.
Wenn es zu kompliziert zu erklären ist bin ich auch für Tipps auf eine oder mehrere Homepages dankbar.
Ein Unwissender erwartet gerne eure Antworten..
Peter
"Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

2

Donnerstag, 3. Mai 2018, 10:58

Hallo Peter,

ist Dir das bekannt? https://de.wikipedia.org/wiki/Klasse-D-Verst%C3%A4rker

Der überwiegende Vorteil ist, dass diese Art der Verstärkung sehr effizient arbeitet - ergo wenig Verlustleistung, bzw. hoher Wirkungsgrad (über 90%). Das ist auch der Grund warum ClassD häufig in der Veranstaltungstechnik zu finden ist - hohe Leistungen auf engem Raum.

Als Nachteil bezeichnen viele Hifiisten die Tatsache, dass das Musiksignal auf einen Taktfrequenz moduliert wird, bzw. umgewandelt wird. Fälschlicher Weise werde Class
D-Verstärker als Digitalverstärker bezeichnet, was aber überhaupt nichts mit der Digitalisierung im Sinne von DA-Wandlern zu tun hat.

Eine weitere Tatsache ist, dass ClassD-Verstärker nicht mal eben in DIY gebaut werden können. Die Technologie ist aufwändig und verlangt nach komplexeren Schaltungen. Die Hersteller von solchen Modulen begrenzen sich auch auf relativ wenige - Anaview/Abletec, b&o icepower, Hypex, Pascal, um die bekanntesten zu nennen. Hubert Reith von Hifiakademie hat auch ein paar konstruiert.

ClassD findet man in vielen Hifi-Verstärkern, z.B. Burmester, Jeff Rowland (b&o icepower), AVM (Pascal Module) - um nur drei zu nennen, die vielleicht viele kennen.
Viele Grüße,
Alex

garrard401

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3

Donnerstag, 3. Mai 2018, 12:18

Hallo Peter,

Alex hat das Wesentliche zu Class-D Amps ja schon zusammengefaßt. Ich vermute mal das dein Interesse an Class-D mit deinen neuen Lautsprechern zusammenhängt. U.a. wird ja für die Boenicke W8 der Hifi Akademie P6 empfohlen. Mit Hifi Akademie habe ich an meinen damaligen Elektrostaten sehr gute Erfahrungen gemacht. Die von Alex genannten Abletec Module nutze ich erfolgreich im Zusammenspiel mit meinem Ripol. Vielleicht kannst du dir die P6 ja ausleihen und mit der W8 testen.

Gruß
Mike
Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

highendpet

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4

Donnerstag, 3. Mai 2018, 12:49

Danke für die Antworten

Hallo Alex,
bei Wikipedia habe ich mich schon mal umgesehen, aber noch nicht alles gelesen.
Und ja mein Interesse hat schon mit den W8 zu tun - ev. muss ich da dann schon mal den P6 ausprobieren.
Ausserdem habe ich gehört, dass Boenicke mit Reith auch bei der Entwicklung seines Vollverstärkers zusammenarbeitet.
Der ist ja auch ein Class D Verstärker - der klang wirklich gut und war auch relativ klein.
Auf der Seite von der HiFi Academie war ich auch schon, das kling sehr interessant und das DSP Modul zur Raumanpassung müsste man wohl wirklich ins Auge fassen wenn es gröbere Probleme mit Bass usw. gibt. Ausserdem finde ich den CD / DAC / Streamer sehr interessant. Irgendwann wird wohl mein CD dann mal einer besseren Streaming Lösung weichen müssen.
Erstmal Danke für die Erläuterungen.
Aber gleich noch eine Frage, wie wird dann bei Class D die hohe Leistung (auf kleinem Raum) schlussendlich erzeugt?
(Im Boenicke habe ich nur 4 Endtransistoren gesehen, aber der hat ja massig Leistung (8 Ohm /200W, 4 Ohm 400W, 2 Ohm 800W).
Da braucht man mit Class AB ja fast schon 40 und mehr kg Boliden auf denen man dann die Kühlrippen zum grillen brauchen kann :rolleyes: ..
Neugierige Grüsse
Peter
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5

Donnerstag, 3. Mai 2018, 13:21

Hallo Peter,

es lohnt sich die Erklärungen zu lesen. Das erweitert vielleicht das Verständnis für die Technologie und das Prinzip der https://de.wikipedia.org/wiki/Pulsweitenmodulation . Da ist auch ganz gut erklärt wie es funktioniert und warum das nichts mit DA-Wandlung zu tun hat.

Kompakt ist es deswegen, weil kleine Bauteile ausreichen und die hohe Frequenz für die Leistung mitverantwortlich ist. Dadurch, dass die Verlustleistung extrem gering ist, mus kaum gekühlt werden. Dann sind Verstärker mit 4x 2kW (!) in 2HE-Rackgehäusen möglich...

Schau einfach mal:

https://www.hypex.nl/oem-audio-amplifiers/
https://icepower.dk/products/amplifier-power-modules/
http://www.pascal-audio.com/amplifier-modules.html
http://www.lautsprechershop.de/index_hif…_uebersicht.htm

...und teuer ist das dann auch nicht mehr wirklich ;)
Viele Grüße,
Alex

garrard401

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6

Donnerstag, 3. Mai 2018, 18:21

Sicherlich auch einen Versuch wert.

https://www.abacus-electronics.de/info-s…testpakete.html

Gruß
Mike
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7

Freitag, 4. Mai 2018, 03:07

Eine weitere Tatsache ist, dass ClassD-Verstärker nicht mal eben in DIY gebaut werden können.
Komisch , in meinem ansonnsten Röhrenbau-geprägtem / verseuchtem DIY Umfeld stehen mind. 2, 3 , oder waren es 10,15 20 Class D.ler einfach rum .

Fertig gebaut - ohne Bausatz..


HEX HEX ?




Gruß

Markus
Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.

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8

Freitag, 4. Mai 2018, 03:15

Sicherlich auch einen Versuch wert.
https://www.abacus-electronics.de/info-s?testpakete.html
Gruß
Mike
Lobenswert & mutig , eine evtl.Entscheidungshilfe!
Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.

garrard401

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9

Freitag, 4. Mai 2018, 08:58

Fertig gebaut - ohne Bausatz..


Ich gehe mal davon aus, dass Alex nicht fertig aufgebaute Module meint, die dann in ein Gehäuse implementiert werden. So ein Modul auch selber aufzubauen ist dann schon eine andere Hausnummer.

Die Abacus Gerätschaften hätten die W8 sicherlich absolut im Griff. Wenn die Bartolomeo Aloia D100 nicht so hässlich wäre, würde ich diese Endstufe empfehlen. Für mich eine der besten je gebauten Transistorendstufen.

Gruß
Mike
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10

Freitag, 4. Mai 2018, 10:49


Ich gehe mal davon aus, dass Alex nicht fertig aufgebaute Module meint, die dann in ein Gehäuse implementiert werden. So ein Modul auch selber aufzubauen ist dann schon eine andere Hausnummer.
Das meinte Alex und mindestens einer hat's verstanden ;)

Zitat

Wenn die Bartolomeo Aloia D100 nicht so hässlich wäre, würde ich diese Endstufe empfehlen. Für mich eine der besten je gebauten Transistorendstufen.
Meine Referenz ist die Endstufe von Bernhard Fuß - auch keine absolute Schönheit, aber im Vergleich zur Aloia, dann doch Designpreis verdächtig :)
Viele Grüße,
Alex

TESLAMATEUR

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11

Freitag, 4. Mai 2018, 12:39

ich habe das schon richtig gemeint OHNE BAUSATZ.....
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TESLAMATEUR

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12

Samstag, 5. Mai 2018, 00:26

Ich gehe mal davon aus, dass Alex nicht fertig aufgebaute Module meint,
übr.Mike , Du hast beim letzten F.c. Treffen im ODW , 2 davon gehört - also komplett selbstaufgebaute....( von R.D. aus L.) , beim deinem ersten Erscheinen im ODW auch > remember>(A.S.(laut) aus M.)

... nur mal so zur Erinnerung..

Bei Fuß

Nächtle
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garrard401

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13

Samstag, 5. Mai 2018, 10:11

Das es Leute gibt die in der Lage sind Class D Amps zu bauen ist klar. Auch und gerade im DIY-Umfeld. Ja, und wir kennen da auch ein paar fähige Gesellen die das können. Ich hatte Alex "kleine Spitze" auch eher auf uns bezogen.

Mit dem "Erinnern" klappt es meistens noch recht gut ;)

Gruß
Mike
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