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highendpet

Musik ist schön - live und zu Hause!

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1

Dienstag, 11. September 2012, 09:10

Fragen zu Mono Platten und Wiedergabe

Liebe Kollegen,
Da ich nun in meinem Fundus doch einige Platten zu Tage gefördert habe, die mit "Mono playback" oä. beschriftet sind möchte ich hier mal einige Fragen stellen:
1. Kann ich jede Mono Platte gefahrlos (für Nadel und Platte) mit einem Stereo Abtaster spielen?
2. Wie müsste ein Mono TA angeschlossen werden (ich habe ja normalerweise 4 Pins am TA)?
3. Bringt es klanglich was (wie in einschlägigen Foren / Publikationen betont) einen echten Mono Verstärker ein zu setzen?
4. Macht es irgendwelche Probleme wenn das Mono Signal von einem Stereo Verstärker verstärkt wird?

Besten Dank schon im Voraus für alle Informationen....
Peter
"Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

schamacko

Nacktschneckensammler

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2

Dienstag, 11. September 2012, 12:18

Hallo Peter zu 1. Ja (Nur echte Mono Systeme schädigen Stereo-Platten)
zu 2. Moderne Mono TAs haben 4 Pins ansonsten gibt es Y-Steckerchen
zu 3. Es klingt natürlich anders, ob Du über einen oder zwei Lautsprecher hörst. Besser/schlechter gibt es (meiner Meinung nach) eher nicht
zu 4. Nein

Ich hoffe dass ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte. Zu Punkt drei gibt es ganz sicher andere Meinungen als die meine!!!

Gruss Ralf

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3

Dienstag, 11. September 2012, 15:07

Hallo Peter,

Ralf hat es im wesentlichen schon beantwortet!

Wenn Du Mono-Schallplatten abhören möchtest, dann solltest Du auch einen Mono-Abtaster verwenden. Mono Platten mit einem Mono-System abgehört klingen phantastisch, oft schon dachte ich, weshalb hat man eigentlich die Stereofonie eingeführt. Mono über zwei Lautsprecher abgehört offenbart sogar eine Links-Rechts Ortung, dabei vermisse ich absolut nichts.

Wenn man die Mono-Platten mit einem Stereo-Abtaster abspielt geht dies natürlich auch, ohne dass etwas an der Platte beschädigt wird, allerdings muß man auf eine ganze Menge an Klangqualität verzichten.


Gruß
Reinhard

highendpet

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4

Dienstag, 11. September 2012, 15:43

Sollte man dann nicht auch MONO verstärken?

Hallo Reinhard,
das war eben gerade eine Frage.....
Sollte man dann konsequenterweise nicht auch MONO Verstärken?
Heisst im Praktischen - Mono Abtaster > Mono Leitung > Mono Verstärkung > für die ganz eingefleischten Mono LS
Wobei ich letzteres nicht so eng sehen würde. Allerdings sagen schon einige, dass der Verstärker auf Mono geschaltet werden sollte,
damit man die volle Qualität rüber bekommt....
(Ich hatte aus diesem Grunde schon mal überlegt einen Dreher mit Mono Zelle und ev. die entsprechende Vorstufe an zu schaffen...)
Darum auch meine "doofen" Fragen!
Wie machst Du das denn?
Liebe Grüsse Peter
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5

Dienstag, 11. September 2012, 20:31

Hallo Peter,

grundsätzlich wäre eine reine Mono-Kette die beste Lösung.

Allerdings würde die üblicherweise in einem anderen Raum stehen.

Bei mir habe ich diese Platzangebot leider nicht.

Sonst würde meinen noch zu restaurierenden Rek-O-Kut Rondine (hoffe komme im Winter dazu) als Grundlage dafür nehmen, denn der Tonarm ist Mono-Verkabelt.

So höre ich Mono mit der normalen Anlage. Die Vorstufen haben Monoschalter.

Es geht sehr gut.

Mono Höre ich mit meinem Acoustic Solid, an dem auch ein Rek-O-Kut S160 ist, mit einem General Electric RPX am Norbert.

Hier ein Link in dem viel steht. Ich hoffe man kann in aufrufen.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http:…s:0&tx=80&ty=70
Viele Grüsse

Volker

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Graphit-Teller

- davon esse ich aber nicht -

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6

Mittwoch, 12. September 2012, 22:19

Schneidekopf beachten

Hallo Reinhard!

... Wenn Du Mono-Schallplatten abhören möchtest, dann solltest Du auch einen Mono-Abtaster verwenden. Mono Platten mit einem Mono-System abgehört klingen phantastisch, oft schon dachte ich, weshalb hat man eigentlich die Stereofonie eingeführt. ...


Wer hat Dir denn das erzählt :( ? :ironie Mit Sicherheit nicht K. A. (Achtung: IRONIE vorbei) , er kennt die feinen Unterschiede (wenn nicht er , dann wer sonst) ;) . Bei dem was Du hier schreibst, muss man kleine Abstriche machen. Was meine ich wohl ?( ?


Ein Hallo an alle am Thema Interessierten!

Man kann nicht von einem genauen Datum in der Umstellung von Mono auf Stereo sprechen. Aber im Jahre 1966 sollte diese Umstellung bei allen Label'n erfolgt sein. Ab dem Zeitraum wurden alle Platten mit dem Stereo-Schneidkopf geschnitten, auch Mono-Platten. Erst heute werden wieder bei speziellen kleinen Label’n bestimmte audiophile Pressungen mit dem Mono-Schneidkopf geschnitten. Mit etwas Übung erkennt man, ob mit dem Stereo-Schneidkopf oder mit den Mono-Schneidkopf geschnitten. Das sollte man berücksichtigen. Was ich hier schreibe ist keine "Ente" und auch "kein April-Scherz im September". Das ganze verkompliziert diese Sache noch etwas.

Gruß Erhard

Ein Mensch, das hat man gar nicht selten,
der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

(frei nach Eugen Roth)


B. Scheuert

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7

Mittwoch, 12. September 2012, 22:24

Aber im Jahre 1966 sollte diese Umstellung bei allen Label'n erfolgt sein. Ab dem Zeitraum

genau. Das war 1966 um zwölf Uhr Mittags. Achtung: Kein Scherz! (IRONIE aus). Und das kann man mit mono und in stereo hören, das wissen einige Leute sicher noch genauer.

B.S.

Tonarmkabel von Audio-Murx

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8

Mittwoch, 12. September 2012, 22:47

Man hat kein Worte mehr!

Hallo!

Ich freue mich immer im hiesigen Forum etwas lernen zu können (siehe Posting 6). Aber, dass es gewissen Forums-Mitgliedern nicht gefällt, dass dieses Forum auf einen anderen wissenschaftlich und technischen Level bewegt, ist einfach nur traurig.

Ich muss dem Administrator und den beiden Moderatoren nur dankbar sein, dass es solch ein Forum gibt. Auch mein Dank an die kompetenten Schreiber. Meine Verachtung diesen "Kaputt-Machern".

Gruß
Tonarmkabel von Audio-Murx

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9

Donnerstag, 13. September 2012, 10:14

Wer hat Dir denn das erzählt :( ? :ironie Mit Sicherheit nicht K. A. (Achtung: IRONIE vorbei)
Ist doch vollkommen klar dies hat mir meine Tante Gretel erzählt!

Wer ist denn K. A.?



Aber nun zu den Fakten:

Eine optimale Abtastung von "echten" Monoschallplatten, d.h. historisch verbürgten Monoumschnitten nach der ersten, monophonen Mikrorillennorm, kann nur der Einsatz eines eigenständigen Monoabtastsystems erreichen.


Grüße
Reinhard

Graphit-Teller

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10

Donnerstag, 13. September 2012, 12:41

Hallo Reinhard!

Eine optimale Abtastung von "echten" Monoschallplatten, d.h. historisch ...

Du verzeihst mir diesen kleinen Scherz in der Einleidung bei Posting 6. Aber dass ist der springende Punkt. Späte Monoplatten sind mit Stereo-Schneidkopf geschnitten. Das sollte man beachten. Natürlich hattest Du Recht, wenn man diese Ausnahme mal bei Seite lässt. Aber gerade hier liegt die Gefahr Platten zu beschädigen. Wenn man dies nicht berücksichtigt. Du wirst denken, der schreibt aus eigner Erfahrung! Da hast Du natürlich ... :(.

Gruß Erhard

PS.: Die Unterstreichung im Zitat von Reinhard habe ich vorgenommen, um den Sachverhalt zu verdeutlichen.

Ein Mensch, das hat man gar nicht selten,
der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

(frei nach Eugen Roth)


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11

Donnerstag, 13. September 2012, 15:14

Du verzeihst mir diesen kleinen Scherz in der Einleidung bei Posting 6.
Selbstverständlich, damit habe ich keinerlei Probleme!

"Bei der Auswahl eines Monoabtastsystems sollte man darauf achten, dass der Hersteller entsprechende Maßnahmen zur Dämpfung der vertikalen Auslenkung getroffen hat. Für Monoschallplatten aus Fertigungszeiträumen nach 1958, also dem Zeitpunkt der Einführung der Stereorillennorm und damit verbunden der Flankenschrift, gilt folgendes: Solange eine Schallplattenfirma in der allgemeinen Übergangsphase bis 1968 für die Anfertigung von Monoaufzeichnungen noch die alten Monoschneidköpfe nutzte und damit verbunden die Einhaltung der Mikrorillennorm (inkl. Seitenschrift) gewährleistete, kann man auch die daraus resultierenden Pressungen abtasten. Wurde hingegen das Schreiben von Monoaufnahmen durch monophon gesteuerte Stereoschneidköpfe übernommen und gleichzeitig die Rillendimensionierung der Stereorille verwandt, ist die Verwendung eines passend dimensionierten Stereoabtasters im Sinne von Geometrie und Rillenabrieb vorteilhafter. Für alle nach1968 hergestellten Monoschallplatten wurden praktisch nur noch Stereoschneidköpfe eingesetzt."

Dieser Text wurde aus dem Buch Vinyl Lexikon entnommen.
Autor Frank Wonneberg
Wahrheit und Legende der Schallplatte Fachbegriffe, Sammlerlatein und Praxistips.


Gruß
Reinhard

Graphit-Teller

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12

Freitag, 14. September 2012, 10:24

Hallo!

Was Reinhard schreibt, ist das auf was ich hinaus wollte. Ich gehe sogar noch etwas weiter, bei mit dem Stereoschneidkopf geschnittenen Mono-Platten (Literatur-Platten, Vogelstimmen, Humor, alte Musikaufnahmen) "verbietet" es sich sogar einen Mono-Abtaster zu verwenden. Meines Erachtens besteht die Gefahr "der Platte nichts Gutes zu tun". Leider gibt es keinen Hersteller (oder kennt jemand einen?), der Mono-Abtaster herstellt mit "Stereo-Nadel". Beim Abspielen von mit dem Stereo-Schneidkopf geschnittenen Monoplatten mit dem Stereo-Tonabnehmer sollte man m. E. die Mono-Taste betätigen (falls vorhanden).

Gruß Erhard

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13

Freitag, 14. September 2012, 11:04

Morgen Bert,

diesen gesamten SchnickSchnack umgeht man, wenn man in der RoutingMatrix die entsprechenden Einstellungen macht und als Presets speichert. So zu sagen einmal Klick und das entspechende Preset auswählen.

Da ist die Qual der Wahl des entsprechenden Tonabnehmers auf ein Minimum reduziert.

LG
W.

B. Scheuert

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14

Freitag, 14. September 2012, 17:27

Das könnte man denken aber im ernst macht es Sinn? Man kann doch mono LP mit allem abspielen, oder? Unterschied wird dasein.

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15

Freitag, 14. September 2012, 22:50

Das könnte man denken aber im ernst macht es Sinn? Man kann doch mono LP mit allem abspielen, oder? Unterschied wird dasein.

Hast Du überhaupt schon einmal Mono gehört?

Verglichen, Mono/ Stereo -Nadel mit Mono-Schaltung oder ohne?

Sorry, denke nicht !
Viele Grüsse

Volker

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Kendumi

Profi

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16

Freitag, 14. September 2012, 23:27

Moin,
bis weit in den Sechzigern, wurden sogar für Länder wie Indien,
die nicht flächig mit Elektrizität durchsetzt waren, Schellackplatten gepreßt.
So gab es auch Beatles Schellackplatten.
Das Grammophon aus meinem Avatar ist eines aus dieser Zeit und kam aus Indien.

Das Denon DL 102, ist ein Monosystem , entworfen wurde es um ein Monosignal von einer
Stereo-Langspielplatte auszugeben.
Das DL 102 wurde aufgrund dieser Fähigkeit in Japan bei Mittelwellen Rundfunksendern eingesetzt.
Gruß
Wolfgang

Der Pessimist sieht nur Dunkelheit in einem Tunnel. Der Optimist sieht ein Licht am Ende des Tunnels.
Der Realist sieht, das Licht kommt von dem Zug. Der Lokführer sieht 3 Idioten auf den Gleisen

Lieber locker vom Hocker, als hektisch übern Ecktisch

17

Freitag, 14. September 2012, 23:28

Sicher,

Schweinsborste, Nagel, Nadel - geht auch.

W.

Graphit-Teller

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18

Samstag, 15. September 2012, 12:52

Bestens beraten!

Hallo Kendumi-Wolfgang!

Das Denon DL 102, ist ein Monosystem , entworfen wurde es um ein Monosignal von einer Stereo-Langspielplatte auszugeben.
Das DL 102 wurde aufgrund dieser Fähigkeit in Japan bei Mittelwellen Rundfunksendern eingesetzt.

Genau um ein solches System ging es mir im Thread 12. Da weis man, was man hat, wenn man dich als persönlichen Phono-Berater (Phono im Sinne Platte und nicht Band) hat. Ich weis schon, dass Belobigungen in nicht deinem Sinne sind. Danke für den Tipp.

Gruß Erhard

PS.: Hallo Volker!


Hast Du überhaupt schon einmal Mono gehört?

Verglichen, Mono/ Stereo -Nadel mit Mono-Schaltung oder ohne?

Sorry, denke nicht !

Da kann ich dir nur voll zustimmen, denn wenn man so oberflächlich wie Bert an die Sache "Analoge Musikwiedergabe" heran geht, hätte sich Steffen den ganzen Aufwand und die Kosten mit dem hiesigen Portal sparen können. ich hatte bzw. vielleicht finde ich es wieder ein Interview mit Jörg Frankenhäuser, ein Deutscher der in die Schweiz "emigriert" (so nennt er es) ist, und dort viele Jahrzehnte einer der bedeutendsten Importeure für Hifi-Gerätschaften in der Schweiz war (vor nicht allzu langer Zeit ist er verstorben). Er importierte Garrard, Goodmans, Koetsu usw., ein Hifi-Experte ehrlichster Prägung und mit umfassendsten Wissen ausgestattet. Auf die Frage von Herrn Ernst Müller (das Interview war im Schweizer AAA-Magazin, Herr Ernst Müller ist deren Präsident) wie er heute eine Anlage zusammenstellen würde, sagte er sinngemäß: ..., naja ganz auf Mono umstellen? Ganz soweit möchte ich nicht gehen, ... (oder so ähnlich; Peter (Highendpet) kann mich gern korrigieren, er hat betimmt die Zeitung griffbereit). In einem solchen Halbsatz wird das Potential von Mono-Aufnahmen bzw. - Platten eindeutig verifiziert. Dieser Mann wusste von was er spricht.

Gr. Erh

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B. Scheuert

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19

Samstag, 15. September 2012, 13:34

Man kann doch mono Plattenspieler und Nadel fahren und stereo Plattenspieler daneben. Dann hört man den Unterschied und zwei Systeme muss man nicht wechseln. Was ist daran oberflächlich, es ist nur konsequent für jeden das beste.

Graphit-Teller

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20

Samstag, 15. September 2012, 14:17

Hallo Bert, hallo am Tread Interessierte!

Man kann doch mono Plattenspieler und Nadel fahren und stereo Plattenspieler daneben. Dann hört man den Unterschied und zwei Systeme muss man nicht wechseln. Was ist daran oberflächlich, es ist nur konsequent für jeden das beste.


Das ist nicht oberflächlich, so handhabe ich es auch. Die zwei Zeilen widersprechen nur deiner Aussage im Posting 14. Wenn ich dich da falsch verstanden habe, dann :sorry Sorry.
Nach Wolfgangs Tipp im Posting 16 hätte bei mir jetzt ein dritter Tonarm sogar seinen Sinn (unabhängig vom Tonabnehmerhersteller).


Was meine ich mit dem dritten Tonarm (unabhängig vom Hersteller)? Es gibt quasi drei verschieden Tonabnehmer bezüglich "Mono / Stereo":
1. den Stereo-Tonabnehmer
2. den Mono-Tonabnehmer
3. den Mono-Tonabnehmer mit Stereo-Nadel

Gruß Erhard

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cocteau

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21

Samstag, 15. September 2012, 18:42

Hi Peter,
einfach nur so pragmatisch in den Raum gestellt; Nein, mit einer Stereonadel machst du nichts kaputt. Simpel beide Kabel über ein Y-Adapter zusammen zu fügen legt Dir das Signal auf einen Kanal, mit dem kannst Du dann an einem Kanal an Deinem Amp rein, somit hast Du dann aus Deinem Stereoamp einen "echten" Mono-Verstärker gemacht. Logisch geht dies auch, indem Du einfach die Mono-Taste an deinem Amp drückst, dann wird es einfach (erst halt etwas später) im Verstärker "gemischt". Logisch geht es auch viel früher, indem du bei der Tonzelle "Brücken" anbringest, der Sinn eröffnet sich mir jedoch nicht ganz.

Wenn es wirklich "vintage" sein soll, dann ganz klar eine Mononadel/Monotonzelle verwenden. Diese einfach rein über einen Kanal des Amps laufen lassen, und einen Speaker anschliessen, dann ist es echtes "Mono". Wie ich beim überfliegen kurz gesehen habe, stelle sich anscheinend beim musikalischen Monogenuss über zwei LS ein Stereoeffekt ein, der einem am Sinn und Zweck von Stereo zweifeln lasse... OK, Respekt! (Mein MI3 sagt auch ganz oft, dass "Stereo" eigentlich kaum vorhanden ist, auch wenn gross "Stereo" drauf steht.)

Als User von diversen alten 45RPM Jukeboxes aus der Mono-Ära ist mir der Unterschied vom Klang her wohl bewusst. Eine Mono-Scherbe klingt ganz klar am besten, wenn sie mit einer Mononadel abgetastet wird (fetter, dicker Nagel geht in fette, dicke Rille).

IMHO liegt 99% der Klangvirtuosität in der Verwendung einer echten Mononadel/Monotonzelle, der Rest schwimmt irgendwo zwischen Esoterik und Glauben. Einfach ein "Nagel" der der Rille entspricht. Eine "feinschliff" Stereonadel klingt bei (vielen) Mono-Schallplatten einfach "dünn" und witzlos.

Einfach mal nur so fabuliert. Beste Grüsse, C.

Ach ja, ich besitze auch eine Monokette mit Jenssen, Klangfilm, usw. Dass diese umwerfend klingt, weiss ich auch durch diverse Foren, den Preisen auf Ebay, und einigen Trendsettern. Persönlich höre ich meinen Mono-Scherben über eine simple "Stereoanlage" mit einer EMT-Tondose mit Rundschliff als Abtaster, keine Monotonzelle erreichte nur annähernd dieses Klangbild, eine Monoversion der EMT besass ich jedoch nie.

Nachtrag: Ganz klar haben diverse Amps keine Mono-Taste, ganz klar sollten diverse Röhrenamps nicht Lastfrei betrieben werden, usw, usf...

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22

Samstag, 15. September 2012, 19:04

... das Potential von Mono-Aufnahmen bzw. - Platten eindeutig verifiziert. Dieser Mann wusste von was er spricht ....Erh

moin Erhard,
Ein weiterer empfehlenswerter Schritt nach der TA Wahl ist die richtige Entzerrung, zB in Skeptikers Monophonic realisiert,

Gruss Reinhard

B. Scheuert

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23

Samstag, 15. September 2012, 20:19

Hallo,
was muss man bei Entzerrung beachten?
Habe viele orig mono LP Decca, DG,RCA, ist es mit einer anderen Kennlinie wiederzugeben?

LG Bert

Graphit-Teller

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24

Samstag, 15. September 2012, 21:04

Verzerrung beachten und deshalb mit der entsprechenden Entzerrerkurve "entzerren"

Hallo Bert!

... was muss man bei Entzerrung beachten?
Habe viele orig mono LP Decca, DG,RCA, ist es mit einer anderen Kennlinie wiederzugeben?

Ich denke Reinhard meint, dass man erst einmal herausbekommen muss nach welcher Kennlinie der Hersteller zur Zeit der Produktion dieser LP "geschnitten" (verzerrt) hat. Es geht speziell um die Platten aus der Mono-Zeit als jeder Hersteller machte was er wollte. Jetzt ist es ja mit der RIAA-Norm geregelt. Das Wort "Verzerrung" in der Überschrift des Posting's hat nichts mit einem technischen Fehler zu tun.


Ich hänge mal hier dieses Schneidekennlinien an. Die mir über Micha Huber (Thales-Tonarm) zugegangen sind, besten Dank auch noch von dieser Stelle.




Man erkennt also, dass die Hersteller (Label) unterschiedlich "verschlüsselt" haben. Man braucht also eine Phono-Vorstufe (diese wird nicht ohne Grund auch "Entzerrer" genannt), die die entsprechenden Kennlinien entzerren kann. Die preisgünstigste wäre m. E. die von Monk-Audio (sie kann nicht alle Kennlinien, aber die gängigsten), es gibt ja auch ein "Schlachtschiffe", wird von der Fa. Fast-Audio vertreiben (aber sündhaft teuer), die fast alle Schneide-Kennlinien entzerren kann
.

Gruß Erhard

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B. Scheuert

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25

Samstag, 15. September 2012, 21:26

Hallo Erhard,
baue gerade selber phono, da könnte man umschaltbar zwei Entzerrungen einbauen, eine für mono, eine für Riaa. Aber viele Leute hören alles mit einer, nur verschiedene Nadeln geht auch?

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