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highendpet

Musik ist schön - live und zu Hause!

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1

Donnerstag, 8. November 2012, 08:31

Vergleich Lyra Dorian und Reson Etile

Da der TA Thread so alt ist hier mal was neues....
Mich würde sehr interessieren was Forenmitglieder für Erfahrungen mit einem der Systeme gemacht haben und ob die ähnlich sind wie meine.

Ich muss vorausschicken, dass das Etile noch nicht ganz eingespielt ist (ca. 20h gelaufen) daher ist es noch nicht endgültig.
Nachdem ich nun längere Zeit mit dem LYRA Dorian hörte habe ich mich entschlossen ein Reson Etile zu erwerben, weil mir das von verschiedenen Seiten empfohlen wurde.... Nun also hier meine (vorläufigen Feststellungen):
Lyra Dorian:
Höhen
Sehr luftig und transparent und klar. Gute Feindynamik und viele kleine Details.
Bei gewissen Aufnahmen (Blechbläser usw.) doch etwas ins Schrille, giftige tendierend
Anstriche und Anzupfgeräusche bei Streichinstumenten sehr gut hörbar und präsent
Klavieranschläge eher hart und gut hörbar
Mitten
Sehr präsent, gute Stimmmartikulation, Zischlaute sind recht stark, Modulation und Microfonierung gut hörbar, sehr genaue gutes Textverständnis manchmal denkt man man kann den Sängern in den Mund schauen
Streicher und Klavier trocken und schön
Bässe
etwas zurückhaltend, aber bei gewissen Aufnahmen doch erstaunlich tief, ausserordentlich trocken und straff
Im Vergleich zum Rest des Frequenzbereiches aber schon etwas unterbetont, eine Kontrabass im jazz brummelt nicht so sonor wie er sollte
Räumlichkeit
Sehr gut in der Breite, löst sich gut von den LS, in der Tiefe und Höhe nicht ganz so breit. Rauminformationen sind da aber nicht sehr deutlich, bei Choraufnahmen sind die Stimmen gut zuzuordnen, aber wenig einzelne Sänger zu hören.
Rillengeräusch
Rel. Stark und bei älteren Platten manchmal störend, Knistern ist gut hörbar, manchmal auch die statische Aufladung
Reson Etile
Höhen
Sehr luftig und transparent, klar aber verglichen zum Dorian etwas zurückhaltender. Extreme Feinstdynamik und jedes kleine Detail hörbar.
Im Vergleich keine Tendenz ins schrille, giftige. Bei entsprechender Einstellung der VTA aber hörbare Veränderung zu mehr oder weniger Höhen.
Anstriche und Anzupfgeräusche bei Streichern sehr gut und mit einer eigenen Struktur hörbar
Klavieranschläge extrem natürlich und die Anschlagsdynamik ist bis in jedes Detail hörbar
Mitten
Sehr präsent, gute Stimmartikulation mit allen Modulationen, Zischlaute da aber dezent, Mikrofonierung sehr gut hörbar (auf Übersteuerungen), Textverständnis sehr gut aber etwas weniger präsent als bei Dorian
Streicher haben einen betörenden Schmelz und eine wunderbare Seidigkeit
Bässe
sehr gut, trocken und straff aber auch schön brummelig
im Vergleich zum Dorian wesentlich stärkerer Bassbereich mit nötigenfalls dem geeigneten Bumms (falls auf der Platte)
Räumlichkeit
Sehr gut in der Breite, löst sich total von den LS, in der Höhe und Tiefe extrem gut hörbar. Rauminformationen sind bis auf den letzen Winkel zu hören, bei Choraufnahmen gute Stimmzuordnung, die einzelnen Sänger sind extrem zu hören. Bei Opern sieht man die Sänger- Innen auf der Bühne herumgehen.
Rillengeräusch
Rel. dezent, Knistern hörbar aber weniger als beim Dorian, statische Aufladung ist bisher nicht in Erscheinung getreten...

FAZIT:
Das Etile bleibt und das Dorian muss gehen!
Wie einige im Forum gesagt haben ist das Dorian einfach etwas zu hell für meine restliche Kette....
Allerdings ist es schon schwierig die Unterschiede zu hören und zu benennen. Auch ist das Etile noch nicht richtig eingespielt und wird sich ev. noch verändern. Das Etile reagiert extrem stark auf die Verstellung des VTA. Da kann ich ev. noch eine bessere Einstellung finden. Ich werde auf jeden Fall wieder Berichten und bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit einem der Systeme.
Zufriedene Grüsse
Peter
"Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herkin

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Graphit-Teller (08.11.2012), Volker S. (08.11.2012)

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2

Donnerstag, 8. November 2012, 19:25

Hallo Peter,
sehr schöner Bericht. Danke.
Selber habe ich mit diesen Systemen keinerlei Erfahrungen in meiner Kette.
Viele Grüsse

Volker

--black is no colour, it's a philosophy-- 8)
--you are lucky, if you live twice.....

highendpet

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3

Mittwoch, 21. November 2012, 08:11

Bin total glücklich!

Also nachdem nun doch einige Einspielzeit vorbei ist kann ich noch ein wenig mehr sagen.
Gestern war Ste bei mir und hat ein paar super Platten mitgebracht....
Es war einfach SCHÖN....War jetzt mehr Richtung Jazz und Modernes als Klassik....
Aber der Klang ist einfach toll. Nicht vordringlich seziererisch und überpräsent, sondern einfach total stimmig.
Alle Bereiche stehen auf gleichberechtigtem Nieveau da und nichts ist über- oder unterbetont.
Grade in den Höhen ist alles da ohne aber spitz zu wirken.
Genauso im Bass man denkt beim normalen Hören: "Aha OK Bass ist da schön rund und voll" aber wenn dann der Bassist richtig loslegt geht es ganz schön druckvoll in den Keller. Sicher ist das Etile nicht für "Blender" geeignet die wollen das Besucher nach den ersten Tönen vor der Anlage sitzen und sagen: "Boaa das klingt ja geil"..... Darauf ist allerdings auch der Rest meiner Kette nicht ausgerichtet.
Auch ohne den Isolator drunter zu haben klingt es wirklich schön und ich vermisse nichts und entdecke meine Platten wirklich wieder neu!
Das System ist zwar nicht "billig" das weiss ich auch, aber es ist - bei praktisch gleichem Preis wie das Lyra wesentlich runder und musikalischer als dieses. Also ich bin sehr glücklich und zufrieden damit - das ist doch auch schön oder?
Liebe Grüsse Peter
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garrard401

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4

Mittwoch, 21. November 2012, 09:26

Also ich bin sehr glücklich und zufrieden damit - das ist doch auch schön oder?
Hört sich nach einer längerfristigen Liaison an. Freut mich für dich.

Gruß
Mike
Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

Ste

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5

Mittwoch, 21. November 2012, 09:29

Gestern war Ste bei mir und hat ein paar super Platten mitgebracht....
Hallo Peter

ja das war toll, noch vielen Dank das du so nett empfangen hast. Ich kenne ja noch deinen vorherigen Benz TA und ich kann bestätigen das das Reason Etile in einer anderen Liga spielt. Es ist sehr schwer beeindruckend. Eben wie von Peter beschreiben, die fast zurückhaltenden Eigenschaften, mit gepaart mit sehr viel Transparenz und Charme. Das Reason ist analytischer gegenüber einem Grado oder Shelter, aber es strapaziert nicht und passt hervorragend zu Peters Audioplan Kontrast Lautsprechern, welche die selben Eigenschaften aufweisen.
Die Audioplan können sehr gut auflösen, sie halten die Bühne gut zusammen, öffnen nicht zu extrem, das Bass kommt nur wenn er gebraucht wird. Die Höhen kommen nicht an den Anschlag und die Mitten sind seidenweich. Alles ist sehr präzise auf den Punkt. Sehr haben viel mehr Volumen gegenüber meinen jetzigen SL600. Grosses Kino diese tolle Kombination. Das nächste mal Peter möchte ich die Lautsprecher mal an deinem Marantz hören ich glaube das würde mir noch besser gefallen. Die DNM sind ja hervorragende Verstärker, sie reichen sehr klar und musikalisch durch. Es würde mich nur interessieren, wie alles klingt mit einem etwas wärmer klingenden Verstärker.
Kritisch wie ich habe ich natürlich noch was zu bemerken. Der Raum oder Hörabstand ist fast zu klein für die Lautsprecher. Man ist sehr nah am Geschehen und man denkt fast die Lautsprecher stehen auf einer Linie mit einem selbst und die Klangbühne geht 1-2m zurück. Das selbe Gefühl habe ich wenn ich bei mir sehr nah an die Lautsprecher mich setze. Mir gefällt es etwas besser, wenn man mehr Distanz hat, aber ist reine Geschmackssache.

LG
Ste

highendpet

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6

Mittwoch, 21. November 2012, 10:04

Ehrlich währt am längsten

Hallo Ste,
Danke für Deinen Besuch es war schön konntet ihr kommen. Leider etwas kurz!
ja ich bin wirklich zufrieden - es passt einfach alles gut zusammen.....
Dein Lob freut mich besonders, weil Du kritisch hörst und Dich - mit der grossen Hörerfahrung - nicht von Vordergründigkeiten blenden lässt.
Und die Thematik vom eher kleinen Raum ist mir schon bewusst. Allerdings machen die Audioplans auch in grösseren Räumen keine "vordergründiges" Klangbild. Es springt einem nichts an - das schätze ich eigentlich sehr.
Mit Rücksicht auf die kurze Zeit sind wir ja nicht im Estrich gewesen..... Da tut sich allenfalls eine Möglichkeit auf die Anlage (nach dem Ausbau) doch dort oben auf zu stellen. Der Raum wäre Ideal geeignet und ich könnte auch Akustisch noch etwas machen weil ja alles neu gemacht werden muss. Ideen sind schon genügend vorhanden ;) ... Allerdings gibt es gewisse finanzielle Eckpunkte die einen da etwas "bremsen". Aber ich bin da zuversichtlich. Der ev. entstehende Raum wäre mit einer Grundfläche von ca. 40m2 und schrägen Raumhöhe zwischen 1.80 bis 4.50m wahrscheinlich gut geeignet um Musik zu hören....
Freue mich schon auf einen "Gegenbesuch" bei Dir - im Dezember habe ich ev. Zeit das wär toll!
Liebe Grüsse Peter
"Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herkin

Ste

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7

Samstag, 15. Dezember 2012, 18:36

Hallo

ich habe mir von Peter das Lyra ausgeliehen und es testweise an Schickarm mit OMA Graphite Headshell montiert und muss sagen das Dorian hat was und zwar sehr sehr viel Mitten Schmelz und Bass. Es ist sicherlich nicht so ausgewogen wie das Etile, aber mir gefällt es gut, da es deutlich Charakter hat. Montag kommt Peter zum probehören, hoffentlich nimmt er mir es nicht gleich wieder weg, bei dem was er da zu hören bekommt ;)
»Ste« hat folgendes Bild angehängt:
  • P1013195.JPG

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Dorian, Lyra, Lyra Dorian, Reson, Reson Etile

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