Wie bringe ich meinen Raum zum besseren Klang?

      Apropos Diffusion...eine kostengünstige und einfach zu bewerkstellende Variante ist auf diesen Bildern zu sehen. Im Baumarkt bereits zugeschnittene Bretter, mit einer Schraube oben und unten jeweils am Trägerbrett fixiert. Die Flügelbretter lassen sind drehbar, die beste Einstellung findet man via - hören - drehen - hören - heraus. Die Hauptgrund für dieses Teil: Ein Flatterecho eliminieren, hat auch geklappt.
      Gruß
      Hartmut



      I really believe that great hi-fi should sound like the best radio you ever heard
      ..
      (V. Gallo)
      Hallo Hartmut,

      das ist ja ne interessante Idee! Wenn Du die Holzlammellen auf der Rückseite dämpfen würdest, dann hättest Du eine reflektierende und eine absorbierende Seite, die verstellbar ist oder die Wand hinter dem Kasten dämpfen. Dann wäre die Dämpfung einstellbar. Die Flatterechos kamen wahrscheinlich vornehmlich bei Stimmen - oder? Das ist nämlich bei mir der Fall.

      Gruss,
      Bernd
      Hallo Bernd,

      hinter dem Diffusor ist natürlich bedämpft, eingespannt sind da in einem Holzrahmen eine Mischung aus Schaumstoff und Polyesterwatte(das Flatterecho ließ sich mit Bedämpfung alleine nicht beseitigen, sogar mit Matraze wars nix). Darüber Baumwollstoff, wichtig hier dass er durchlässig ist. Und...großflächige Bedämpfung ist unerläßlich, also Wände, Decke, Teppichboden. Hab verschieden-starke Dämmlagen probiert, von 1 - 5cm. Ganz schön stressig bei einem 45qm Raum..

      Eine recht gelungene Zusammenfassung zum Thema Raumakustik findet man hier:

      hifiaktiv.at/?page_id=116
      Gruß
      Hartmut



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      (V. Gallo)

      glowpop schrieb:

      ..Eine recht gelungene Zusammenfassung zum Thema Raumakustik findet man hier:
      hifiaktiv.at/?page_id=116


      moin moin,

      während David "Hifiaktiv" ja bekanntermaßen ein extremer Absorptionsverfechter (und Voodoo-Jäger ;) ) ist, gibt`s aber auch hier durchaus andere Ansichten:
      "Ein reflexionsarmer Raum (ebenso wie ein Hallraum als Gegenpart) ist der ungünstigste und unnatürlichste Raum zum privaten Musikhören. In diesem Punkt herrschen allerdings noch weitverbreitet Mißverständnisse und falsche Vorstellungen.
      Jeder, der dazu einmal Gelegenheit hatte, weiß, daß sich schon nach kurzem Aufenthalt in einem (quasi)reflexionsarmen Raum Unbehagen, Beklemmung und beim längeren Musikhören ein Gefühl der Lästigkeit einstellt.
      Bei einem überdämpften Wohnraum stellen sich diese Gefühle entsprechend dem Grad der Reflexionsarmut mehr oder weniger schnell ein. Meßtechnisch sind einfach die Nachhallzeiten zu kurz, meistens sogar noch frequenzabhängig."

      tmr-audio.de/homemain/wissensw…2-der-audiophile-hoerraum

      G<ruß Reinhard

      PS. anstelle des ursprünglichen Regieraum-LEDE Prinzips ist bei mir die inverse Option nach Jensen (siehe TMR-link oben) realisiert
      Moin

      Lori craft schrieb:

      während David "Hifiaktiv" ja bekanntermaßen ein extremer Absorptionsverfechter (und Voodoo-Jäger ;) ) ist
      sehr sympathisch.. :thumbup:

      Was haben Raumakustik und Kochen gemeinsam? Es gibt verschiedene Rezepte für ein Gericht!
      Darum:

      glowpop schrieb:

      Hab verschieden-starke Dämmlagen probiert, von 1 - 5cm.
      Messinger meint: "Auch wenn es immer wieder behauptet wird, ist es fast nicht möglich, einen Raum zu stark zu bedämpfen und ihn dadurch akustisch “tot” zu machen. Keine Reflexionen bzw. kein Nachhall ist die Basis für optimalen Klang!"
      Nachdem ich von 'wenig' bis 'sehr stark' durch war, stimme ich ihm in diesem Punkt zu. Mein Raum ist sehr trocken, im Bereich Hörplatz ist nur ganz minimaler Nachhall(mehr nur im Bereich der LS). Besucher finden ne Unterhaltung da dennoch viel angenehmer als etwa im Esszimmer(mit 'nomalem' Nachhall).
      Gruß
      Hartmut



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      (V. Gallo)
      hallo zusammen

      das geheimnis ist es, den raum möglichst über den gesamten frequenzgang GLEICHMÄSSIG zu dämmen aber das ist natürlich sehr schwierig/aufwendig.
      wenn man danach wirklich das gefühl hat, dass es überdämmt ist kann man recht einfach und sehr gezielt mit diffusoren arbeiten (wie es stefan in seiner beneidenswerten situation gemacht hat).

      ich wünsche angenehme und erholsame osterfeiertage
      gruss christoph
      Gruss Christoph
      Hallo Cristoph

      christoph schrieb:

      das geheimnis ist es, den raum möglichst über den gesamten frequenzgang GLEICHMÄSSIG zu dämmen aber das ist natürlich sehr schwierig/aufwendig.
      Gleichmäßigkeit ist die Grundvorraussetzung für ausgewogenen Klang. In normalen Wohnräumen hats Grenzen(Fenster etc). Faustregel Dämpfung: Am LS weniger, Richtung Hörplatz und danach immer mehr(vgl. Theaterakustik). Von hinten sollte nix mehr zurückkommen.
      Dämmaterialien: Polyesterwatte/Diolen, ist sehr durchlässig. Akustisk-Schaumstoff gefiel mir nicht so gut, habe nur sehr sparsam eingesetzt.

      Und: Wenns frisch fertig ist, klingt ein 'neu' bedämpfter Raum fürchterlich(auch wenn nur schwach bedämpft). Undynamisch, breiig,leblos. Auch unangenehm drückend wirkt er dann. Das verliert sich aber mit der Zeit und dann klingts besser als es vorher jemals war.
      Viele glauben/wissen aber nicht an/von solcher Veränderung und entfernen die Dämmung schnell wieder. Nun, messen läßt sich das meines Wissens nicht und eine stichhaltige theoretische Erklärung ist auch schwierig. Fehlt also das beruhigende Fundament unbestechlicher Gewißheit.. :wacko:
      Aber, wer mal die Akustik eines Kinosaals gleich nach Eröffnung ;) und dann vielleicht 2 Jahre später aufmerksam erlebt hat, kennt das. Erfahrene Kinoakustiker wissen auch Bescheid.
      Gruß
      Hartmut



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