Bringt Standflächen Optimierung was bei Plattenspielern?

      Bringt Standflächen Optimierung was bei Plattenspielern?

      Hallo Zusammen,
      mich würde mal interessieren wie Eure Dreher aufgestellt sind.
      Nachdem ich ja nun eine wirkliches Masselaufwerk mit 23 kg Gewicht habe und das oben auf meinem ca. 1m hohen Rack steht hatte ich da wirklich Probleme. Mein altes Haus ist eine Holzständer / Riegel Konstruktion aus der Zeit um 1900 ( ja ich weiss eine ALTE HÜTTE :S ) und somit sind die Fussböden mit Balken in ca. 30 cm Abstand und direkt auf den Balken liegend mit einer geschobenen Unterdecke versehen. Das ganze ist somit nicht wirkich stabil und die Böden hängen ein wenig in die Mitte durch und bewegen sich natürlich wenn man geht.
      Da war es wirklich hörbar (Wimmern des Tones) wenn man im Hörraum umherging oder sich hinsetzte. Ein nicht haltbarer Zustand.
      Nun sann ich auf Abhilfe und habe mir drei Dämpferfüsse bei Lignolab (Norbert Gütte ) bestellt. War ein nicht ganz billiges Vergnügen..... aber hat sich total gelohnt. Wenn ich mit einem Seismometer die Bewegungen vorher und nachher vergleiche merke ich einen wesentlichen Unterschied.
      Vorher waren die Frequenzen der Schwingungen x=60 -100Hz, y= 40 - 80 Hz, z=60 - 120 Hz. (Peaks gemessen während 2 min und herumgehen im Zimmer). Nun sind die Werte ganz anders x= 12 - 25 Hz, z= 6 -14 Hz, z=8 - 30 Hz. (Peaks gemessen wie oben und aber ca. nur noch ein Viertel so stark wie vorher).
      Somit kann ich wirklich mich im Zimmer normal bewegen ohne etwas zu hören. Wenn ich den Turm direkt anstosse merke ich natürlich schon noch was am Seismometer, aber es ist nichts mehr hörbar. Was auch auffällt ist, dass nach einer Manipulation am Spieler das ganze sich bewegt, aber sehr schnell wieder ruhig wird und sich nur langsam bewegt.
      Was für Erfahrung habt Ihr so gemacht mit diesem Thema?
      Gerne auch mit Fotos!
      Liebe Grüsse Peter
      PS: Fotos folgen
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      highendpet schrieb:

      Wenn ich mit einem Seismometer die Bewegungen vorher und nachher vergleiche

      Moin Peter ,
      Gratulation , Du bist der erste , mir bekannte Mensch der mit einem Seismometer durch sein Haus läuft....
      Respekt ! Die Liebe zum Vinyl muß enorm sein.

      Das aber die Standfläche/Platz /Aufstellung eines Plattenspieler etwas ausmacht ist doch mehr als bekannt.

      Gruß

      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.
      Hallo Peter,

      sehr schön, dass die Füße den versprochenen Erfolg gebracht haben! War mir bereits im Vorfeld klar. Du kannst Dich an die Diskussion bestimmt erinnern ;)

      Sind die höheren Frequenzen (~25Hz, ~14Hz, ~30Hz) zusätzlich auch niedriger im "Pegel"?

      Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht - mit Plattenspielern UND Lautsprechern. Auch wenn bei letzteren die "Wissenden" extrem kritisch gewesen sind.
      Beim Plattenspieler habe ich wieder zurück gebaut, weil das Handling (Du beschreibst die gleichen Effekte - Bewegung nach Manipulation) für meinen Geschmack nicht akzeptabel war. Allerdings sind die Auswirkungen bei mir (Fachwerkhaus von 1686 :D ) nicht so hörbar. Der Plattenspieler steht in der Nähe der Wand, wo die Schwingungen der Decke nicht so hohe Amplituden haben.
      Aber ich habe darauf geachtet, dass der Plattenspieler nicht in einer Bass-Mode steht und dadurch zu sehr durch Luftschall angeregt wird.
      Viele Grüße,
      Alex

      Dem Iphone sei Dank!

      TESLAMATEUR schrieb:

      highendpet schrieb:

      Wenn ich mit einem Seismometer die Bewegungen vorher und nachher vergleiche

      Moin Peter ,
      Gratulation , Du bist der erste , mir bekannte Mensch der mit einem Seismometer durch sein Haus läuft....
      Respekt ! Die Liebe zum Vinyl muß enorm sein.

      Das aber die Standfläche/Platz /Aufstellung eines Plattenspieler etwas ausmacht ist doch mehr als bekannt.

      Gruß

      Markus
      Hallo Markus,
      Das ist eine App die ich von verschiedenen Leuten empfohlen bekommen habe (iSeismometer.com) und die wirklich gut ist um die Schwingungen zu messen. Ausserdem muss ich ja kein eigenes Gerät anschaffen sondern es ist eine App die ich einfach installieren kann.
      Trotz meiner "verückten Ideen" und meiner liebe zur analogen Musikwiedergabe würde ich nicht Geld in ein solches Messgerät investieren.
      Da ich aber VORGÄNGIG abklären wollte ob so teuere Dämpferfüsse was bringen wollte ich wissen in welchen Bereichen sich die Schwingungen bei mir zu Hause bewegen - das konnte ich mit den Messungen herausfinden.
      Ausserdem sehe ich nun das die Dämpfer wirklich was bringen und wieviel von den Schwingungen vernichtet werden. Es ist auch interessant zu sehen, was passiert wenn man im Zimmer hüpft oder sich z.B. (müde vom Tagewerk) in den Sessel fallen lässt!
      Das die Standfläche und Beschaffenheit derselben einen Einfluss auf den Klang haben steht ausser Zweifel, da hast Du recht.
      Wie hast denn Du deinen Dreher aufgestellt?
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      Niedrigere Frequenzen der Schwingungen usw.

      Hallo Alex,
      Den genauen Betrag um wieviel die Schwingungen kleiner sind müsste ich erstmal am Gerät ausmessen. Allerdings kann ich nur den heutigen Wert auslesen. Die Vergleichswerte habe ich nicht in Zahlen festgehalten. Es wird einfach auf dem Gerät eine Skala angezeigt die die Auslenkung der Nadeln unterteilt. Bei der Zeitaufzeichnung werden die Steilheit und der Ausschlag in der jeweiligen Achse aufgetragen.
      Was ich gesehen habe ist einfach, dass der Ausschlag (Amplitude) kleiner wird und die Schwingungen viel schneller abnehmen wenn man an das Gestell / Standfläche schlägt.
      Muss noch mal schauen ob ich noch aufgezeichnete Werte von vorher in der Iphone App gespeichert habe.
      Das der Klang von Lautsprecher Boxen besser wird wenn die anders stehen habe ich auch schon ausprobiert.
      Leider waren die Füsse von Harmonix die bei mir am besten klangen so teuer, dass ich sie mir nicht leisten konnte. Ausserdem lassen sich diese Füsse nicht verschieben und somit kam das auch darum nicht in Frage.
      Ein Bekannter von mir hat sein LS auf zwei Granitplatten gestellt unter die er Moosgummi Streifen legte und die LS mit den Spikes auf die Granitplatten stellte. Das klingt eindeutig besser als früher. Der Bass ist viel trockener geworden und die Durchsichtigkeit in den Höhen hat auch zugenommen.
      Die Anregung durch Luftschall ist natürlich auch noch zu Berücksichtigen.....
      Aber das ist ein anderes Thema!?
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Tach ,

      bei mir ist es so ziemlich egal auf welchen Untergrund ( im EG und da stehen die Anlagen) man den Plattenspieler stellt - liegt an der speziellen Güte des Estrichs , bzw der Massiv Bodenabsorber Platten ( > Wärmepumpe) die sich bei mir im Bodenfundament befinden.
      Mein Haus ist nicht unterkellert - somit auch auch keine Decken im EG.

      Mein TD124 verweilt im Moment auf einer alten Schulbank ( Stahlgestell) 7-9 Klasse - im Bassmoden freien Bereich - soweit möglich.

      Die anderen 2 Dreher sind im Moment arbeitslos , stehen treudoof im Regal und schauen auf mich herab .

      Gruß

      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.

      Nochmal nach justiert

      Hallo Alex,
      habe Ende letzter Woche noch einmal Zeit gehabt an mein Gestell ran zu gehen. Nun habe ich es gewichtsmässig noch etwas optimiert und auch die Position auf den drei Dämpferfüssen nochmals anders eingestellt. Nun ist die Dämpfung noch mal besser geworden.
      Nun liege ich bei x und z unter 7 Hz und bei y bei unter 12 Hz. Das gemessen wenn ich rumgehe und dann daneben stehe (die letzten 1000 Samples werden jeweils aufgelistet. Die Stärke der Schwingungen kann ich leider nicht in Zahlen ablesen. Aber was sehr gut sichtbar ist, ist auch das die Schwingungen (egal ob nun vom gehen im Zimmer oder direktes Anschubsen des Turms) sehr schnell wieder Ruhe einkehrt und das ganze wieder absolut still steht. Das kann man wirklich auch hören und es klingt wirklich gut.
      Hatte ja am WE wieder mal Zeit mehr Platten zu hören (dem Regenwetter sei Dank!).
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Ja da hast Du recht. Es muss auch klangliche Auswirkungen haben. Vom optischen her ist die ganze Dämpfungseinrichtung nicht wirklich schön - technisch sieht es aus, aber schön ist es nicht. Allerdings nervt es wirklich wenn man einen so guten Plattenspieler hat und dann beim hinzutreten zum Plattenspieler hören muss das es "wimmert" weil die ganze Konstruktion schwankt. Das ist bei mir auch unschön, dass der schwere Plattenspieler auf der obersten Etage des Gestells ist, aber das lässt sich ja nicht vermeiden ^^ .... Darum musste ich da schon was unternehmen.
      Da tritt dann die Optik halt zurück und schliesslich sind die Gerätschaften ja zum Musikhören gedacht!
      Liebe Grüsse Peter
      PS: Grosses Ehrenwort die Fotos kommen wirklich noch
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      Analog ist einfach unschlagbar

      Hallo Zusammen,
      habe ja am Wochenende mal wieder Musik hören können - dies ist zu 90% Analog geschehen.
      Mein Besucher am Sonntag wollte hören was dieses Monstrum von Plattenspieler denn so bringt....
      Ich habe im als erstes Kind of Blue von Miles aufgelegt. Dies sei seine Lieblings Jazz Platte...
      Er wollte gar nicht mehr aufstehen und nur hören!
      Sein Fazit - er hätte niemals geglaubt, dass auf einer Platte so viele Informationen drauf seien und er hätte diese Musik noch nie mit dieser Klarheit und Transparenz gehört wie hier bei mir. Da geht einem ja wirklich das Herz auf!
      Irgendwie ist es doch besonders schön wenn technisch unbelastete Hörer ohne direkten Vergleich so einen Unterschied feststellen.
      Daneben muss ich auch noch sagen, dass wir später Adele 25 gehört haben (von LP) und dann habe ich auf die digitalisierte (flac höchste Stufe) vom Server umgeschaltet. Er fand es schockierend wie anders und schlechter (er beschrieb es mi gedeckter, weniger durchsichtig und klar) es nach dem Umschalten klang. Zur Erklärung muss ich noch sagen, dass bei mir die Pegel der beiden Zweige so eingestellt sind, dass Digital und analog nicht mehr als 0.5 dB im Pegel abweichen. Sonst wären Vergleiche ja völlig sinnlos!
      Aber es hat mich doch sehr gefreut wieder eine Lanze für die Analogtechnik brechen zu können. Das freut mich immer wieder wenn ich Leute von der Qualität der schwarzen Scheiben überzeugen kann :thumbsup:
      Also mit herzlichen ANALOGEN Grüssen
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Markus,

      Das ist Quatsch! Es gibt zig Studien, die belegen, dass quantitative Unterschiede (>= 0,25 dB) akustisch qualitativ wahrgenommen werden...

      Es ist immer wieder verwunderlich, wie vehement bei Hi-Fi die Physik, in jeglicher Form, und die akustische Wahrnehmung des Menschen ignoriert und negiert werden!

      Und neulich bei mir, als wir DACs verglichen haben, bin ich zufällig persönlich Opfer eines Trugschlusses geworden!! Man kann sich vieles ein und schön reden/einbilden :D :D :D 8)
      Viele Grüße,
      Alex
      Beurteile Ich anderst !!

      Wenn Du digital mit digital vergleichst yauh.....

      Optimale Arbeitspunkte werden übergangen - auch das ist Physik.
      Darum gehts mir.

      der_yeti schrieb:

      Und neulich bei mir, als wir DACs verglichen haben, bin ich zufällig persönlich Opfer eines Trugschlusses geworden!! Man kann sich vieles ein und schön reden/einbilden :D :D :D 8)
      Na also , trotz löblicher Gleichstellung.


      Effektive Quantität ist Qualität.
      gruß

      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.

      Hast Du immer einen Pegelmesser dabei der richtig eingemessen ist?

      Hallo Markus,
      es ist eine altbekannter Trick, dass bei HiFi und High irgendwas Vorführungen sehr gerne mit einem geringen Pegelaufschlag (0.5 bis 1 dB) ein besserer Klang der gewünschten, getesteten Komponenten vorgetäuscht wird.
      Ich habe mir die Mühe gemacht meinen Pegelmesser im iphone in einem Tonstudio aus zu messen und ihn mit Rosa und gewobbeltem Rauschen zu eichen. Somit ist der - unkorrigiert sehr wellige Frequenzgang des iphone Microphones (im "Hörbereich" von 30 bis 17 kHz) korrigiert.
      Darunter und darüber kommt vom Mic sowieso keine Information rüber.
      Diesen Pegelmesser nehme ich immer wieder zu Hörvergleichen und Konzerten usw. mit und schaue auch bei "normalen" Tätigkeiten und Geräuschen was für einen Pegel die haben. Das es im Frequenzanalyser auch eine dBA Mittelwert Anzeige und Spitzen und Minimalpegel Anzeige hat kann ich damit sehr weitreichende Aussagen über Pegel und Frequenzanteile eines Signales machen.
      Wie Du siehst bin ich nicht nur mit dem Seismografen unterwegs sondern auch noch mit anderen Messgeräten.
      Und damit Du nun nicht den Eindruck hast ich bin ein Messfetschist - ja den Aussachlag für eine Aussage über die Qualität einer Wiedergabe Einrichtung erfolgt bei mir immer nach eine abschliessenden Hörprobe mit Musikstücken die ich gut kenne!
      Und ich habe durchaus keine Probleme auch einem Vorführer der Krell Endsufen mit Sonus Faber Lautsprechern mit ungeeigneter Musik und schlecht vorführt dies auch zu sagen :thumbdown:
      Gleichermassen habe ich schon sehr kritische Gespräche mit jemanden gehabe der zwei Manger Chassis mit total ungeeigneten 30 cm Basslautsprechern vorführte die einfach scheusslich spitz und unschön klangen (übrigens auch da mit dem Frequenzgangmesser bewiesen, das die Frequenzen zwischen 15 und 18 kHz total überbetront waren)....
      Also besorg Dir ein iphone, miss es ein und lade Dir die entsprechenden Apps runter dann wirst Du Dein blaues Wunder erleben.
      Viel Erfolg beim messen und interpretieren!
      Grüsse Peter
      PS: Und ob ich digital mit analog oder sonstwas vergleiche ist mir erstmal Wurst - es muss gut und ohne grössere Messbaren Fehler klingen. Der Rest ist Geschmackssache
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      OH je...Trick , Tick und Track....

      Peter , ich kenne Messungen - auch die NULL und NICHTIGE Aussagekraft , was die Qualität der Messungen bzgl.der Musikwiedergabe - Qualität anbetrifft.
      Annäherung , ja mehr aber auch nicht - WIRKLICH nicht.

      Der Rest ist für mich , SORRY ! armseeliges Mess-Geschwurbel....kenne ich zuhauf

      Aber Danke das Du für uns mit Iphone & APs durch die Welt rennst , beweist natürlich die klangliche Eigenschaft der Anlagen. :thumbup: 8o :thumbsup: :thumbsup:

      Machst Du Peter , uns auch bitte noch mal Messungen zu DEINEN Ausagen: Sicherungen , Cent Stücke unterm Rack statt Rappen ?

      Zitat1 : Der Rest ist Geschmackssache > damit bin ich einverstanden........ Zitat 2 : einfach scheusslich spitz und unschön klangen > oha festgestellt ohne Messung

      achja - was würdet Ihr ohne das ganze Messzeuchs nur machen - rumirren ???


      Pfidel

      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.
      Markus,

      Vieles könnte man durch messen erklären, wenn man es denn wissen WILL...

      Zumindest könnte man es wissen. Aber mit Wissen ist es dann so eine Sache - siehe Wissenschaft und Glauben... Vieles verliert dann an "Zauber" und "Magie".

      Geschichten verkaufen sich auch besser als Tatsachen...

      Jedem das Seine! Nur sollte Glauben nicht mit Wissen verwechselt werden!

      Schönen Sonntag! Wir sehen uns in der Kirche... :thumbup:
      Viele Grüße,
      Alex
      Ich weiß das in einem Ei ei phone ein 100 % kalibriertes Messmicro steckt , und die Messungen somit 100% richtig sind .

      Richtig ?

      Viel Spass beim Pfaffen


      Nochwas ,

      Peter wie regulierst Du den unterschiedlichen Dynamikumfang der Aufnahmen Digital/Analog um einen Vergleich im 0,5 db Bereich zu gestalten.

      Gruß

      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.

      der_yeti schrieb:

      Nur sollte Glauben nicht mit Wissen verwechselt werden!

      Das findet sich umgekehrt genauso häufig..spätestens wenn die ´moderne ´Wissenschaft die dann ausgediente als solche mal wieder entlarvt hat 8| . Und das Problem ist eher nicht ´messen, dann mal sehen´, sondern ´ich weiß es, weil gemessen` :whistling: . Der Herangehensweise ist sehr oft das eigentliche Problem, also die damit verbundene Verblindunsgefahr.
      Gruß
      Hartmut



      I really believe that great hi-fi should sound like the best radio you ever heard
      ..
      (V. Gallo)
      Hallo Hartmut,
      ja so ist es die Herangehensweise ist oft ein Problem. Messe ich was weil ich etwas komisch / unerklärlich finde oder umgekehrt. Ich wollte mit meiner Ausführung nur sagen, wie wir uns manchmal auch täuschen wenn wir einen bestimmten Eindruck beim Hören haben. Im Falle des Waschens einer fabrikneuen Platte konnte ich die mit meinen Ohren wahrgenommene Klangveränderung auch messtechnisch nach vollziehen. Das fand ich einfach interessant - nicht mehr und nicht weniger. Es gibt auch Dinge die man nicht messen aber HÖREN kann. So ist es z.B. wirklich so, dass ich an meinem Fine Filter S von Audioplan einen Schalter ein oder ausschalten kann und dann wirklich die Veränderung (mehr Basspower) nach einer Stunde oder so hören kann. Ob man dass nun so genau messen kann oder was da im Filter umgeschaltet wird weiss ich nicht.... Ich hörs einfach (und andere auch).
      So ist also meine Herangehensweise eher hören und dann messen als umgekehrt.
      Aber bei den Pegel Unterschieden bei Vorführungen bin ich schon selber x mal rein gefallen und habe mich da deswegen ein wenig schlau gemacht.
      Und mit der "Verblinungsgefahr" habe ich ja ein tolles neues, wahres Wort gelernt - das trifft es ziemlich genau.
      In diesem Sinne weiter viel Freude beim HÖREN!
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      highendpet schrieb:

      Aber bei den Pegel Unterschieden bei Vorführungen bin ich schon selber x mal rein gefallen und habe mich da deswegen ein wenig schlau gemacht.

      Und ? was nützt es , wenn die Pegel gleich eingestellt sind - die Aufnahmen aber mit unterschiedlichen Aufnahme Pegel daherkommen.

      NIXX.

      Und wenn Du reingefallen bist , gibts ja auch noch die Erklärung , das es gleich gut klingen könnte - zumindest in diesem Moment .


      Ich halte diese Hör Vergleichs - Prozedur > Vinyl - Contra - Digital mit dem Versuch es irgentwie zu bewerten , eh für absolute Zeitverschwendung.

      Hier gilt auch jeder nach SEINEM GUSTO.....und mehr als eine pers. Meinung bleibt am Schluß nicht übrig.

      Mit oder ohne Messung....


      Gruß

      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.

      Es geht nicht um den Vergleich Digital - Analog

      Lieber Markus,
      irgendwie scheinst Du mich falsch verstanden zu haben - es ging bei den Pegelunterschieden nicht um Vergleiche Digital - Analalog. Den Unterschied im Klang kannst Du und jeder Andere auch ohne jede Pegelanpassung bei den ersten Tönen einer LP sofort hören!
      Es ging darum verschiedene Anlagen und Ketten zu vergleichen oder - wenn man dann mal auf Messen ist - sich da verschiedene Anlagen an zu hören. Da laufen ja oft auch die gleichen Stücke in verschiedenen Hörsessions (ich erinnere mich lebhaft an die erste CD von Tacy Chapman die lief damals fast in jedenm Hörraum!) Oder wenn ich verschiedene Ketten bei jemandem zu Hause höre ist es z.B. oft so, das bei einer LP die ich kenne die Lautstärke ganz unterschiedlich ist, da der Vorverstärker einen anderen Verstärkungsfaktor hat als bei der Vergleichsanlage.
      Und mit der Messung eines Pegels mit Mittenwert in dBA kann ich dann ungefähr sagen ob die beiden Anlagen gleich laut eingestellt waren.
      Ja und mit der persönlichen Meinung hast Du absolut recht - schlussendlich lässt sich die Güte / Gefälligkeit / Natürlichkeit des Klanges nicht messen! Das ist mir schon klar und das beste Messinstrument sind für mich immer noch meine Ohren - die sind eingemessen, optimal auf mich abgestimmt und bei der Hörempfindung meinen Stimmungsschwankungen voll unterworfen :thumbup: ...
      Eben der eigene GUSTO.
      Viel Spass beim Musik hören
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      TESLAMATEUR schrieb:

      Ich halte diese Hör Vergleichs - Prozedur > ... eh für absolute Zeitverschwendung.
      Dem stimme ich im Groben und Ganzen zu. Hörvergleiche dienen nur zur Rechtfertigung vergangener oder kommender Audio Anschaffungen. Wenn man Hörgleichen noch mit Messungen belegen kann wird versucht seine Rechtfertigung weiter abzusichern oder gar wissenschaftlich zu belegen.

      Das heisst nicht das man Unterschiede nicht hören kann. Im Gegenteil jede Anlage klingt anders, Gleiche Anlagen aufgestellt in verschiednen Räumen klingen auch anders usw.

      Aber gegen kurzweilige Hörtests, ein Song hiermit, dann damit, dann gewaschen, dann mit Federung, ohne Federung, dann als anderes Medium, und so weiter und so fort, finde ich mittlerweile so was von unnötig und falsch. Ob mir eine Anlage oder ein LP besser gefällt als Andere kann ich frühestens nach Monaten des Hören sagen. Da wir unser Gehirn erst umprogrammieren müssen. Und das dauert.
      Unsere Ohren sind so stark trainiert und hören jede Änderung. Doch in kurzen Hörtests ist jede Änderung dem Wunsch nach Rechtfertigung unterstellt und somit irreführend.

      Gr. Ste
      Moin moin ,

      Ste schrieb:

      Ich halte diese Hör Vergleichs - Prozedur > ... eh für absolute Zeitverschwendung.
      diese Aussage bezog ich auf das Dauerthema Vinyl- contra Digital , beide Wiedergabesysteme haben m.E. ihre 100%tige Berechtigung.

      Ansonnsten stimme ich Dir ( fast) zu Ste.

      Ich besuche auch seit Jahren keine Vorführungen mehr , die Dauerberieselung mit der von Peter zitierten " Vorführmusik " lässt einem doch sofort den Rückwärtsgang einlegen....
      Bevorzuge private Vorführungen , mit Zeit und Muse , oft gepaart mit musikalische Neuendeckungen.

      highendpet schrieb:

      Und mit der Messung eines Pegels mit Mittenwert in dBA kann ich dann ungefähr sagen ob die beiden Anlagen gleich laut eingestellt waren
      Das kannst Du nicht Peter , Du kannst nur die Ausage treffen das ca. die gleiche Lautstärke am Mikro ankommt :D.

      Bedenke den Wirkungsgrad von Lautsprechern......



      Es gibt halt auch Anlagen die spielen erst richtig knackig , wenn man eine Schippe drauflegt .
      Wenn ich z.B an meine alte 4A32 TQWT mit Kinap Horn denke die jetzt Hörkollega Gunnar heizt , das ist kein Lautsprecher fürs leise...

      Gruß

      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.