Welche Reihenfolge bei der Klangoptimierung

      Welche Reihenfolge bei der Klangoptimierung

      Muss das hier nun doch mal los werden. Es ist eine Frage die mich schon lange beschäftigt und ich möchte gerne lernen wie Andere das gemacht haben oder was andere sinnvoll finden.
      Der Raum in dem unsere Geräte stehen ist ja immer sehr wichtig. Da kann mit wenig Aufwand viel verbessert werden und die letzten 10% der Verbesserung bis zu einer ev. Perfektionierung sind extrem mühsam, schwierig und teuer.
      Darum möchte ich mal wissen wie andere da machen, gemacht haben oder machen würden.
      Viele Klangverücketen investieren ein wahnsinniges Geld in Elektronik oder Kabel oder Voodoo und lassen wichtige Optmierungsmöglichkeiten ausser Acht.

      Ich würde die Prioritäten der Verbesserungsschritte einer Anlage setzen?
      Mein Vorschlag:
      Raumakustik, Lautsprecher, Quellgeräte, Verstärkung, Verbindungskabel, Netzoptimierung

      Wie habt Ihr das gemacht?
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Moin ,

      für mich eine ganz klare Ansage
      Lautsprecher zuerst.

      Davor kann spielen was will , wenn der letzte Vermittlungspart zwischen Anlage und Gehör nichts taugt , kann man " reinblasen " was man will , scheißegal welche Quelle , es nützt nichts...

      Als zweites die Symbiose zwischen Lautsprecher und Raum , das ist aber Geschmacksache sowie zwangsläufig durch die Immobillie oder auch die Haustorte bestimmt.Kann nicht jeder wie Er will oder will nicht jeder wie Er kann...

      Erst als drittes die Gerätschaften ...tausende Argumente, jeder wie Er will& kann....

      Absolut bedeutungslos : Klangtuning - what ever... nutzlos , tausendfach überteuert , schwachsinnig ( Glaskügelchen an die Decke , Wand pappen , Idiotische Kleberchen etc..) etc...


      wenn Geld übrig sparen & / oder sofort in Punkt 1,2oder 3 investieren

      und am besten alles DIY

      Gudnacht
      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.
      Hallo Peter,

      in der Regel ist es doch eher so, dass raumakustische Massnahmen (falls überhaupt) erst nach dem Erwerb einer Hifikette durchgeführt werden. Primärer Ausgangspunkt sind bei mir immer die Lautsprecher. Abhängig von diesen werden die restlichen Anlagekomponenten ausgewählt. Die raumakustischen Massnahmen müssen sich für mich harmonisch in die Wohn- bzw. Hörlandschaft einfügen. Räume die den Charme eines Tonstudios vermitteln, kämen für mich nicht in Frage. Schon mit geeignetem Mobiliar ist vieles erreichbar. Teppiche, Vorhänge, Pflanzen sowie Bücher- und Schallplattenregale sind ein guter Anfang. Wenn man sich dem Thema seriös nähern möchte, ist ein kalibriertes Mikro und passende Software Pflicht (vorausgesetzt man kann das Gemessene auch richtig interpretieren). Die Bekämpfung der Erstreflexionen kann man beispielsweise gut mit ein paar Breitbandabsorbern in den Griff bekommen. Passende Basotectplatten kosten nicht die Welt. Für meinen neuen Musikraum werde ich mir zusätzlich ein Pärchen Schröder-Diffusoren bauen. Diese werden ebenso wie die Bassfallen in meine Billy-Bücherwand integriert. Prinzipiell möchte ich mich am LEDE-Prinzip orientieren.

      Gruß
      Mike
      Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

      Was ist das LEDE Prinzip?

      Hallo Mike,
      klingt ja alles vernnünftig. Habe grade gemerkt, dass in meinem Hörraum mit anderen LS ganz andere Dinge wichtig werden als mit den bisherigen LS. Aber da ist noch einiges an Optimierungspotential da.
      Bei meinem neu ausgebauten Dachraum hatte ich mich VOR der Renovation von einem Akustik Profi beraten lassen. Da noch keine Anlage im Raum war (weil Raum ja noch nicht da :D ) hat er meine Anlage angehört und dann den leeren Dachraum besichtigt. Seine daraufhin abgegebenen Tipps zur Materialwahl der Wände und Decken usw. habe ich dann beim Ausbau berücksichtigt. Das hat mal a priori nicht viel mehr gekostet aber auch keine Grundbedingungen verdorben. Wenn ich die Anlage dann tatsächlich da hoch zügeln würde müsste man sicher dann mit der eingesetzten Elektronik und den Lautsprechern Messungen durchführten und Optimierungen machen.
      Das LEDE Prinzip ist mir kein Begriff - kannst Du dazu mal etwas mehr schreiben?
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      TESLAMATEUR schrieb:

      Moin ,

      für mich eine ganz klare Ansage
      Lautsprecher zuerst.

      Davor kann spielen was will , wenn der letzte Vermittlungspart zwischen Anlage und Gehör nichts taugt , kann man " reinblasen " was man will , scheißegal welche Quelle , es nützt nichts...

      Als zweites die Symbiose zwischen Lautsprecher und Raum , das ist aber Geschmacksache sowie zwangsläufig durch die Immobillie oder auch die Haustorte bestimmt.Kann nicht jeder wie Er will oder will nicht jeder wie Er kann...
      ...
      ....
      und am besten alles DIY

      Gudnacht
      Markus
      Lieber Markus,
      danke für Deine Antwort - allerdings muss ich bei DIY wirklich passen. Ich bin schon stolz, wenn ich es schaffe einen Bananenstecker ordentlich mit einem Lackdraht zu verlöten. Du siehst also bei mir kein DIY machbar. Ausserdem habe ich - bezüglich von Lautsprecher DIY - mehr verunglückte bis schreckliche Versuche gehört die einfach in die Hose gegangen sind ;( .
      Gerade bei Lautsprechern ist DIY was gut klingen soll extrem schwierig und ich glaube es gibt nur wenig Leute die das in Eigenregie wirklich hinbekommen und Lautsprecher entwicklen die einigermassen klingen.
      Einen Vorteil haben aber die DIY Sachen - es ist oft kostengünstiger als die gekauften Dinge die teilweise wirklich überteuert sind.
      Guten Tag und Erfolg beim DIY
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Hallo Markus,

      das hängt mit der Tatsache zusammen, dass du im extremen Nahfeld sitzt und so der Raum kaum eingreift. Bei einem weiteren Hörabstand wäre bedingt durch die harten Flächen in deinem Büro der Klang höchstwahrscheinlich schlechter.

      Gruß
      Mike
      Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

      highendpet schrieb:

      Gerade bei Lautsprechern ist DIY was gut klingen soll extrem schwierig
      HÄ ?

      Peter wo steht das geschrieben????

      highendpet schrieb:

      Du siehst also bei mir kein DIY machbar.
      Halte ich für ein Gerücht - wer an der Saat spart wird nichts ernten > richtig .

      Einstiegsmöglichkeiten gibt es ohne Ende , man muß ja nicht mit einer Eigenentwicklung anfangen .Die Herren Barske & Timmermann z,B. geben sich ja diesbezüglich größte Mühe auch Einsteigern ( z.B. auch im Verbund/ Vertrieb Strassacker) ein Portfolio zu bieten.

      Es fehlt an nichts , incl.vorgefertigter Weichen,Holzuschnitte aus MDF/etc. um am Ende ans Ziel zu kommen.
      Bei jedem Projekt lernt man, versteht man etwas mehr von der Sache.......

      Oder einfach mal 2 olle Breitbänder in eine Schallwand ......


      Gutenacht
      Markus
      Das beste für ein Denkmal ist , das man es nutzt.
      Hallo Markus,
      ich habe ev. einfach zu viele - auch viele verunglückte - DIY Lautsprecher gehört. Wie Du sagst ist es ein Lernprozess und man braucht rel. viel Zeit dafür immer wieder was zu lernen und neue Techniken oder Dinge aus zu probieren. Da ich in einem alten Haus wohne ist mein Bedarf an "Basteleien und Reparaturen" dadurch gedeckt und ich habe da echt zu tun.
      Weiter bin ich doch eher ästetisch anspruchsvoll und wenn man dann was schönes machen will muss man auch einen Gerätepark haben, was bei mir auch nicht der Fall ist - bin schon froh habe ich eine Stichsäge :rolleyes:
      Aber nett machst Du mir Mut - vielleicht baue ich mal wieder ein Rack selber. Das war wirklich interessant.
      So long Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Moin,

      meiner Meinung nach Lautsprecher, Raum und Endstufe/Verstärker stellen einen Zusammenhang dar. Jede Komponente ist in dieser Interaktion für sich und im Zusammenhang wichtig.

      Zu Lautsprecher-DIY: macht richtig Laune und trägt unbedingt zum Verständnis bei, ABER, für ein wirklich sehr gutes Ergebnis ist eine Menge Sachverstand UND die entsprechenden Tools nötig. Das gibt's in der Regel nur beim Fachmann und davon gibt's, meiner Erfahrung nach, nicht viele!
      Viele Grüße,
      Alex

      Schlechtes Beispiel

      Hallo Markus,
      ich habe beim AAA Forum in Basel schon zweimal eine solche total verunglückte Kreation gesehen.
      Für oben eine Manger Chassis (welches ich als sehr gut einstufen würde) mit einer Art "Teilabdeckung" der Membran die das Abstrahlverhalten verbessern sollte (klang überhaupt nicht so) und einem 30 cm Bass Subwoofer der hoffnungslos hinterher hinkte und nur undefiniert vor sich hin blubberte (ausserdem nur als ein zentraler Sub was ich sowieso falsch finde.
      Das ganze klang schauderhaft und sah ausserordentlich beschissen aus....
      Der Schöpfer war aber total von seiner Sache überzeugt und fand alles grossartig - wahrscheinlich ist er gehörlos oder mindestens geschädigt..
      Das hat mir schon keinen guten Eindruck von DIY gegeben...
      Aber sicher gibt es auch gute Beispiele.
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      highendpet schrieb:

      mit einer Art "Teilabdeckung" der Membran die das Abstrahlverhalten verbessern sollte (klang überhaupt nicht so)

      Hallo Peter,

      dabei handelt es sich um die Holoprofile von Manger selbst. Das ist also kein DIY Bastelzeug sondern Hightech aus Bayern.
      manger-msw.de/de/systeme/produkt/zubehoer

      Gruß
      Mike
      Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

      Genau das ist es

      Hallo Mike ja es war so ein Holoprofil - die ganze Konstruktion klang trotzdem nicht gut und überschrill. War wirklich nicht zum aushalten.
      Und dann dazu der wirklich unpassende Bass der hinterherschlabberte....
      Ich bewundere sonst die Manger Wandler und finde die technisch sehr interessant.
      Das beste Setup mit Manger war bisher eine Konstruktion die für Höhen und Mitten je ein Manger Wandler hat (frei in einer Schallwand) und im Bass ein 20 er (ventiliertes Gehäuse) bei denen jeder der drei Sektionen mit einem Digitalverstärker angesteuert wurde. Davor ist eine Digitale Raum- und Phasenkorrektur geschaltet die Laufzeiten, Phase und Frequenzgang korrigiert.
      Der Klang war wirklich super und endlich mal der Bass in der gleichen Schnelligkeit wie die Manger rüber kam.
      Allerdings das ganze mit einem enormen technischen Aufwand. Die Lautsprecherteile waren alle DIY.
      Danke für Deine Ergänzungen
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      der_yeti schrieb:

      meiner Meinung nach Lautsprecher, Raum und Endstufe/Verstärker stellen einen Zusammenhang dar. Jede Komponente ist in dieser Interaktion für sich und im Zusammenhang wichtig.


      Dem möchte ich mich vorbehaltlos anschließen. Fairerweise muss ich mir eingestehen, dass ich dem Raum bisher viel zu wenig Platz eingeräumt habe. Da bei mir der Lautsprecher immer die primäre Ausgangsgröße war, wurden danach auch immer die weiteren Komponenten ausgesucht. Teilweise habe ich auch versucht das zeitgeschichtlich anzugehen.

      Gruß
      Mike
      Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

      garrard401 schrieb:


      Dem möchte ich mich vorbehaltlos anschließen. Fairerweise muss ich mir eingestehen, dass ich dem Raum bisher viel zu wenig Platz eingeräumt habe. Da bei mir der Lautsprecher immer die primäre Ausgangsgröße war, wurden danach auch immer die weiteren Komponenten ausgesucht. Teilweise habe ich auch versucht das zeitgeschichtlich anzugehen.

      Gruß
      Mike


      Die meisten müssen oder wollen ihren Raum so nehmen wie er ist ;)

      Zum Thema DIY:
      Ich betrachte das differenziert. Zum einen sind Möglichkeiten und Aufwand vorhanden, was sich ein Kommerzieller nicht leisten kann. Zum anderen gibt es einige sehr wenige Kommerzielle, die mit dem notwendigen Sachverstand ausgestattet sind, oder wissen wo man das bekommen kann. Dann sind Ergebnisse erzielbar, die kein DIYer jemals erreichen wird!
      Natürlich gibt’s auch DIYer die alles besser wissen ;)
      Viele Grüße,
      Alex