Welche Konzerte / Live Musik habt Ihr grade besucht?

      Welche Konzerte / Live Musik habt Ihr grade besucht?

      Hallo Liebe Forumsbesucher,
      Mich interessiert wer und wo Ihr noch Verbindung zur "richtigen Musik" habt.
      Es sind auch Tipps für den Besuch von zukünftigen Veranstaltungen erwünscht.... :thumbup:
      Ich war zuletzt an einem Konzert im KKL Luzern mit Albrecht Mayer. Einfach ein Hochgenuss. Und wie nett der weltbekannte Oboist sich an das Publikum wandte - so ohne Dünkel und natürlich. Der hat sich da wirklich fast die Seele aus dem Leib geblasen.
      Und die Akustik ist einfach top - egal wo man sitzt das fasziniert mich immer wieder!
      Also WER IST DER NÄCHSTE :thumbsup:
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Das KKL klingt klasse und ich freue mich, in diesem Jahr wieder ein paar Konzerte darin spielen zu dürfen.
      Ansonsten habe ich in diesem jungen Jahr noch kein einziges Konzert besucht, sitze aber gerade fast jeden Abend in meinem Musikzimmer und höre mich wild gemischt durch den Plattenschrank.
      Keine Ahnung, warum das so ist, aber der CD Player ist gerade ziemlich arbeitslos - ich höre fast nru LP.
      Beste Grüße,
      Stefan

      PS: Ja, ich schreibe auch über Hifi und Musik. Und ich mache beruflich Musik. Hier bin ich allerdings ausschließlich privat unterwegs!!!
      Hallo,

      in der Regel bin ich bei der Formatfrage pragmatisch ... die beste Aufnahme diktiert das Format. Und ich viel Barock und Klassik höre, komme ich um CD nicht rum.
      In letzter Zeit lief viel klassischer Jazz und da ist ja alles auf LP zu bekommen.
      Beste Grüße,
      Stefan

      PS: Ja, ich schreibe auch über Hifi und Musik. Und ich mache beruflich Musik. Hier bin ich allerdings ausschließlich privat unterwegs!!!
      Am 14.1.12 im Konzerthaus Berlin

      [b]Chopiniana[/b]

      Konzerthausorchester Berlin
      Lukasz Borowicz
      Alexei Volodin Klavier

      -Andrzej Panufnik "Lullaby"
      -Fryderyk Chopin Konzert für Klavier und Orchester f-Moll op. 21
      -Alexander Glasunow "Chopiniana" op. 46
      -Mieczyslaw Karlowicz "Ewige Lieder" - Sinfonische Dichtung op. 10

      Der Abend war sehr gelungen.Die Panufnik+Karlowicz Werke hatte ich noch nie gehört.
      Der pol. Dirigend Borowicz vermochte es mit dem Wiegenlied(Panufnik) sofort eine zauberhafte ätherische Stimmung zu schaffen.
      Das Stück wird von 29 Streicher + 2 Harfen nur im Flageoletton gespielt .
      Das Chopinkonzert wurde vom für Lise de la Salle eingesprungenen Volodin souverän dargeboten.
      Erstaunlich welches subtile Zusammengehen im 2. Satz zwischen Piano und Orchester realisierbar ist, wenn mal gerade eine Probe möglich war.
      Das Glasunov Stück ist nicht mein Geschmack.
      Das Karlowicz Poem bildete einen grandiosen Abschluß.
      Ein opulentes aber sehr überzeugendes Werk, stilistisch irgendwo zwischen Wagner-Liszt und R.Strauss angesiedelt.
      War ein großes Vergnügen.

      Gestern konnte ich bei ebay die 3 LPs mit den sinfonischen Dichtungen von Larlowicz für 3 EUR ersteigern,
      bin mal gespannt --[attach]174[/attach]

      Gruß F.
      ps bei mir klappt weder das verändern der schrift noch das einfügen von Bildern --Warum?

      Bach's Messe in H-Moll im KKL

      Gestern habe ich mir wieder mal einen Konzertbesuch im KKL Luzern gegönnt. Einfach fantastisch! Die Akustik, der Raum das Orchester, der Dirigent.
      Es gab die H-Moll Messe von Bach (BWV232) mit dem Cappella Barca Orchester unter Andras Schiff mit dem Balthasar-Neumann-Chor......
      Einfach ein Hochgenuss! Ein kleines, feines Orchester hervorragend geleitet und ein excellenter Kleiner Chor der die extrem schwierigen Sätze bravurös meisterte...... Ebenso unglaublich das man mit nur drei (!) Trompeten einen solchen, strahlenden Klang hin bekommt!
      Und das Krönchen hat naturlich Stefan aufgesetzt, den ich persönlich kennen lernen durfte :thumbsup:
      Ein rund um gelungener Abend - und die glasklare Erkenntnis
      Wir werden - egal was wir in Geräte, Kabel, Räume und Voodoo investieren NIEMANLS den Live Sound von klassischer Musik in die Stube holen können! :cursing:
      Trotzdem zufriedene Grüsse
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      highendpet schrieb:

      NIEMALS den Live Sound von klassischer Musik in die Stube holen können! :cursing:
      Hallo Peter,

      von diesem Gedanken habe ich mich schon sehr lange verabschiedet. Die Wiedergabe
      über eine gute Musikwiedergabeanlage sehe ich als ein eigenständiges Medium an. Nur
      sollte mir dieses als Möglichkeit auch das Gefühl vermitteln die Musik verstehen zu
      können.

      Gestern abend waren wir ebenfalls in einem Konzert in Frankfurt/M. Es wurde zuerst
      eine Neukomposition von dem 1968 geborenen Komponist Jens Joneleit gespielt. Dies
      war ein Auftragswerk für das hr-Sinfonieorchester. Anschließend gab es das 5.Klavierkonzert
      von Camille Saint-Saens, Solist war der Französische Pianist Jean-Yves Thibaudet
      .
      Wir saßen sehr weit vorne, also in der dritten Reihe, was für meine Begriffe bei einem
      großen Orchester nicht unbedingt günstig ist.


      Viele Grüße
      Reinhard

      War jetzt doch länger nicht mehr an einem klassischen Konzert

      Hallo Reinhard,
      schön wieder von Dir zu lesen :D ...
      Wie Du richtig schreibst, habe auch ich mich schon länger von diesem Gedanken verabschiedet....
      Allerdings ist mein letzter Besuch von einem klassischen Konzert schon etwas her (Sommer 2011) :( ja ja ja ich schäm mich auch schon!
      Und da verliert man manchmal ein wenig die Erinnerung wie's denn nun WIRKLICH klingt.
      Was mich sehr beeindruckt hat war auch der "Kurzbesuch hinter der Bühne" den ich beim Meister-Dirigenten Event mit Bernard Haitink machen durfte. Wir sassen hinter der Bühne auf der rechten Seite und es war absolut verblüffend, wie das Orchester - trotz der ungünstigen Hörposition - als ganzer Klangkörper wahrgenommen wurde. Aber auch die einzelnen Instrumente kamen wunderbar raus....
      Dieser sehr unerwartete Höreindruck war für mich einfach ganz neu und überraschend - auch akustisch hätte ich das nie so erwartet.
      Man lernt eben nie aus :rolleyes: ...
      Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Hallo,
      ich hat es auch sehr gefreut, endlich ein Gesicht zu den vielen Posts zu sehen. Leider hatten wir nicht so viel Zeit (Bahn war spät, ich musste meine Instrumente vorbereiten) und so konnten wir uns nicht so ausgiebig unterhaten wie gewünscht.
      Das mit dem Drigierkurs war in der Tat spannend. Haitinks Kommentare sowieso aber auch der Klang von der Seite. Wir saßen hinter den Hörnern - also wirklich nicht ideal. Schön war es dennoch!

      Dann hoffe ich mal auf weitere Treffen!
      Beste Grüße,
      Stefan

      PS: Ja, ich schreibe auch über Hifi und Musik. Und ich mache beruflich Musik. Hier bin ich allerdings ausschließlich privat unterwegs!!!

      StefanG schrieb:

      Das mit dem Dirigierkurs war in der Tat spannend.

      Hallo,

      eines Tages werden wir feststellen, dass Stefan auch die Seiten gewechselt hat
      und am Pult das Orchester leitet.

      Was mich immer wieder wundert ist die Tatsache, dass es doch eine ganze Reihe
      namhafter Orchesterleiter in bereits sehr fortgeschrittenem Alter gibt. Haitink ist
      ebenfalls schon 83 Jahre alt, offenbar hält diese Tätigkeit jung, zumindest auf
      mentaler Ebene.


      Schöne Grüße
      Reinhard

      highendpet schrieb:

      Allerdings ist mein letzter Besuch von einem klassischen Konzert schon etwas her (Sommer 2011) :( ja ja ja ich schäm mich auch schon!

      Hallo Peter,

      danke für die netten Sätze!

      Bei uns ist es gerade in den letzten Jahren so, dass nur wir nur noch Konzerte Klassischer Musik
      besuchen. Auch in diesem Jahr haben wir wieder 22 Konzerttermine gebucht, es können aber
      auch bis zum Jahresende 30 Konzerte werden.


      Grüße
      Reinhard

      Live ist halt schon einzigartig

      Hallo Reinhard,
      das ist ja enorm - da hast Du ja wirklich noch den "Draht" zur wirklichen Musik. Da sieht man mal wieder warum es in Deutschland über 80 Orte mit Musiktheatern oder / und Orchestern gibt! Ich weiss nicht, ob wir in der Schweiz auf über 20 kommen :thumbdown: ....
      Aber der Gang ins Konzert ist ja auch immer schon schön und die Räumlichkeiten und die Atmosphäre ist ja immer sehr speziell und das ist zu Hause schon mal nicht der Fall. Eine gute Platte mit einem netten Glas Roten in der heimischen Stube ist auch nett ;) ... Aber nicht das Gleiche.
      Schön gibt es Leute wie Dich die oft in Konzerte gehen - wenn keine Publikum da wäre würde es auch weniger Darbietungen brauchen.
      In der Tonträger Sparte sehen wir ja leider was passiert, wenn ein ganzer Zweig (LP Produktion) Jahrelang vernachlässigt wurde - einfach traurig.
      Also dann lass uns via Forum ein wenig an Deinen Konzertbesuchen teilhaben - ist immer wieder interessant.
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Hallo Peter,

      wir haben hier im Rhein-Main Gebiet das Glück im Umkreis von 50 km über fünf
      ausgewachsene Sinfonieorchester zu verfügen. Weiterhin gibt es in keinem
      anderen Land der Welt so viele Sinfonieorchester wie in Deutschland. Darum
      beneiden uns andere Länder wie die Amerikaner, Kanadier oder Japaner.

      Eine professionelle öffentlich finanzierte Orchesterlandschaft Deutschlands mit gegenwärtig 133 „Kulturorchestern“ mit 9922 Planstellen[2] gliedert sich in vier Gruppen:

      • 84 Theaterorchester, die überwiegend die Sparten Oper, Operette,
        Musical der Stadt- und Staatstheater bedienen. Das Spektrum reicht von
        den großen, international renommierten Opernhäusern in Berlin, Hamburg,
        Frankfurt, Stuttgart oder München bis hin zu den kleinen Bühnen in
        Lüneburg, Annaberg, Coburg oder Hildesheim.
      • 30 Konzertorchester, die ausschließlich oder überwiegend im
        Konzertsaal arbeiten oder mit einer eigenständigen Konzerttradition auch
        im Opernhaus tätig sind. Die Spitzenposition nehmen hier international
        bedeutende Orchester wie die Berliner Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker, die Sächsische Staatskapelle Dresden, die Staatskapelle Berlin oder das Gewandhausorchester Leipzig ein.
      • 12 Rundfunk- bzw Radiosinfonieorchester sowie vier Bigbands der ARD-Anstalten und der Rundfunkorchester und -Chöre GmbH
        (Berlin), die ebenfalls Konzertorchester sind und einen Schwerpunkt in
        Musikaufnahmen haben. Sie pflegen besonders die zeitgenössische Musik in
        Deutschland mit zahlreichen Auftragskompositionen und Uraufführungen.
        Ensembles wie die Symphonieorchester des Bayerischen, Norddeutschen oder
        Westdeutschen Rundfunks genießen hohes internationales Ansehen.[3]
      • Sieben Kammerorchester, die mit öffentlichen Mitteln finanziert
        werden und die in der Regel ohne eigene Bläserbesetzung als reine
        Streichorchester ganzjährig arbeiten, wie z. B. das Stuttgarter Kammerorchester, das Württembergische Kammerorchester Heilbronn oder das Münchener Kammerorchester.

      Kleine Sinfonieorchester gibt es schon in einer Besetzung ab ca. 30
      Mitgliedern, wobei teilweise einige Bläser nur einfach besetzt sind.
      Mittlere bis große Orchester haben in der Regel zwischen 66 bis über 100
      Mitglieder. Das größte deutsche Orchester ist das Gewandhausorchester
      Leipzig mit 185 Planstellen; es spielt allerdings auch in drei
      Formationen: als Konzertorchester im Leipziger Gewandhaus, als
      Opernorchester in der Oper Leipzig und als Kantatenorchester in der
      Leipziger Thomaskirche, der langjährigen Wirkungsstätte von Johann
      Sebastian Bach. Das mit derzeit 159 Planstellen zweitgrößte Orchester
      ist die Sächsische Staatskapelle Dresden.

      Das älteste ununterbrochen bestehende deutsche Orchester ist das Orchester des Staatstheaters Kassel, gegründet im Jahr 1502. Das älteste Orchester in Europa ist die königliche Hofkapelle in Kopenhagen (1448), Orchester der Königlich Dänischen Nationaloper.


      Viele Grüße
      Reinhard
      Hallo neben den bereits erwähnten Berliner Orchestern sollten noch folgende erwähnt werden, die mittlerweile
      mit den Philharmonikern auf Augenhöhe spielen:

      Deutsches Symphonie Orchester Berlin
      Ingo Metzmacher-jetzt Tugan Sokhiev www.dso-berlin.de/

      Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
      Marek Janowski www.rsb-online.de/

      Konzerthausorchester Berlin
      Iván Fischer http://www.konzerthaus.de

      Gruß F.
      Neben den sinfonischen Programmen gehe ich zZ auch sehr gern und oft in Kammermusikabende--einerseits rel. oft im Kammermusiksaal der Philharmonie,
      andererseits aber auch sehr gerne in kleine Lokalitäten.

      Hier herrscht eine besonders intime Atmosphäre und die Nähe zum Geschehen ist nochmals eine andere.
      Einen Konzertflügel aus 3-5m Abstand zu erleben macht einem klar und erlebbar, was für ein enormer Klangkörper so ein Flügel ist---auch wenn die
      darbietenden Künstler nicht immer Weltklasse sind.Oder welche Klangkörperhaftigkeit ein Cello aus naher Distanz aufbieten kann.

      Dem in diesem Zusammenhang schon gesagten zur Wiedergabe über Hifi-Anlagen kann ich nur zustimmen.

      Zwei schöne Adressen für solche Events:

      Piano Salon Christophori
      konzertfluegel.com/

      Konzert in the Box Reihe im ClaVIER kABINETT
      http://www.clavier-cabinett.de/

      Ein großer Vorteil der Angebotsdichte in Berlin ist, das man sich eigentlich um Einzelkarten nie vorher kümmern muß.Es gibt immer noch ne Karte am Eingang oder der Abendkasse für kleines Geld----wenn nicht gerade Sokolov spielt ;)


      Gruß F.

      fkjazz schrieb:

      Konzerthausorchester Berlin
      Iván Fischer konzerthaus.de
      Hallo Friedrich,

      sehr schön, dass Du es erwähnst. Ivan Fischer ist ein großartiger Dirigent, den wir
      etwa siebenmal mit seinem Budapest Festival Orchester erleben konnten. Der wird
      sicher in Berlin einiges in die richtige Richtung bewegen. Damit ist jetzt schon klar,
      Berlin hat dann vier Klasse Orchester, was es sonst wohl nirgends auf der Welt geben
      dürfte!

      fkjazz schrieb:

      wenn nicht gerade Sokolov spielt
      Wir gehen immer in Wiesbaden in seine Konzerte, die Konzertabende werden von einem kleinen
      Veranstalter durchgeführt. Bisher waren seine Klavierabende eigentlich nie ausverkauft, was
      wir außerordentlich bedauern, allerdings, gut besucht ist es schon.


      Grüße
      Reinhard