Netzkabel Erfahrungen

      hallo rainer

      Ich verwende einheitliche Stromkabel mit baugleichen Steckern von HMS, das GranFinale Jubilee. Einen Versuch wert wäre, Peter, die Audioplan Steckerleisten gegen HMS zu tauschen. Eventuell die Energia RC 3/1 oder 4/2. Auch die normalen Steckerleisten von HMS bringt schon exzellente Resultate.


      würdest du sagen, dass die HMS stromschienen deutlich besser sind als andere angebote? z.b. dieses modell hier: audiomarkt.de/_markt/item.php?…38870d1f0f664783decdb3b84
      haben die HMS schienen auch einen eingebauten polaritätstester/phasentester.

      Ich selbst halte viel von HMS bei der Stromversorgung, seine restlichen Kabel mag ich jedoch nicht.

      ich kenne von HMS nur das gran finale jubilee LS kabel und das gefällt mir fast so gut wie ein goertz.


      gruss christoph
      Gruss Christoph
      Hallo Christoph,

      Dein Link zeigt eine Furutech Leiste. Ich selbst habe dieses Jahr mit Furutech Kabeln und Furutech Steckern experimentiert. Die Stecker waren die zweitteuersten in Ausführung rhodiniert und das teuerste Kabel welches Furutech anbietet. Ich kann nur jedem von den rhodinierten Steckern abraten - ich hatte einfach katastrophale Ergebnisse für unglaublich viel Geld. Das erste Stromkabel brauchte noch eine Verbesserung (am CD Player oder auch am Phono Pre). Es war ein richtiger Anmacheffekt - mehr Details etc. Dann kam das zweite Kabel am Vorverstärker und ich dachte, naja ein wenig heller der Klang. Als ich dann das dritte Furutech an die Endstufe angeschlossen habe war es vorbei mit Lustig - grelle Höhen - kein Baß mehr. Ich habe dann noch ein viertes als Zuleitung zu meinem power Conditioner eingesetzt - danach war die Anlage nicht mehr anhörbar - wie eine 300 Euro Media Markt no name Kette. Viel Lehrgeld bezahlt - weit über Euro 2000.- in den Sand gesetzt! (Übrigens - gebraucht verkaufen im Audiomarkt lässt sich der Mist auch nicht - keinerlei Interessenten; ich verstehe warum.... :( )

      Jürgen (J.M.M) kam dann zu mir mit seiner HMS Gran Finale Jubilee Strom Verkabelung - was soll ich sagen - traumhaft. Jeden Cent wert die Kabel (zumindest an seiner, meiner und anderen Anlagen die ich kenne).

      Die Steckerleiste von Furutech hat rhodinierte Steckdosen - für mich rausgeschmissenes Geld nach meinen Erfahrungen mit Furutech. Vielleicht gibt es aber Anlagen in die Furutech passt - muffige zum Beispiel, aber da wird das Problem dann schon wo anders liegen und sollte zuerst beseitigt werden.

      Die HMS Filter Leisten, Typ Energia, haben excellente Steckdosen (weichverkupfert und weichvergoldet - da sind die Übergangswiderstände viel geringer und das leitet auch deutlich besser als Rhodium) und haben eine eingebaute Verpolungsanzeige zur Ausphasung der Geräte sowie einen Überspannungsschutz- Jürgen hat eine solche in Betrieb mit hervorragenden Ergebnissen. Gebraucht sind diese deutlich billiger als Furutech.

      Die Zobelglieder die HMS in seine Lautsprecherkabel einbaut haben an allen Anlagen die ich kenne nur Verschlechterungen gebracht.

      Ich kenne weiterhin die Sestetto MKIII und Gran Finale Cinch Kabel und Phono Kabel - im direkten Vergleich mit Audiophil Legato oder Siltech Silber / Gold Kabeln kann ich nur sagen - Tonne auf - HMS rein - Tonne zu und vergessen. Interessanter Weise empfiehlt mein Händler auch nur die Stromkabel von HMS (der übrigens keines der anderen von mir aufgeführten Kabel führt)

      Mit Goertz habe ich keine Erfahrung.



      @Moderation:

      Vielleicht sollte man einen neuen Thread über Stromkabel / Steckerleisten aus den letzten zwei Beiträgen aufmachen? Könntet Ihr das verschieben? Denke dies sollte ein reiner Sicherungsthread bleiben?!

      Gruß
      Rainer

      Netzkabel Erfahrungen

      Wie gewünscht mache ich hier einen eigenen Thread für diese Sachen auf.
      Bei aller Skepsis scheinen die verschiedenen Netzkabel auch an verschiedenen Anlagen Unterschiede hörbar zu machen.
      Wir bleiben auf jeden Fall dran!
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Hallo,

      gegenüber jeder Netzleiste würde ich den PowerCube von WSS Kabel vorziehen. Hier ist ein kleiner Bericht: fairaudio.de/artikel/quartal-4…-kabel-netz-leiste-5.html (unten auf der Seite). Großer Vorteil: Reduzierung von Übergangswiderstände und Resonanzen, sternförmige Erdung. Kleiner Nachteil: man muss sich schon beim Kauf auf die Anzahl und Länge der Netzkabel festlegen. Aber mich überzeugt das Konzept.

      Viele Grüße,
      Jochen

      Die Geräte reagieren auch unterschiedlich....

      Hallo Jochen,
      mir ist das fest vergossene bei wss sehr lieb - da vermeidet man schon mal einen Übergang der heikel ist. Allerdings bin ich von den Furutech Dingern nicht so überzeugt..... Das mit dem Rhodium habe ich auch so erfahren. Ein Netzkabel mit weichvergoldeten Teilen von HMS klang am gleichen Kabel besser als der Furutech Stecker. Die HMS Dinger scheinen mir wirklich gut für's Geld und sind eben nicht rhodiniert...
      Komischerweise reagierten meine Geräte unterschiedlich auf die verschiedenen Netzkabel. So war das Kabel das nun an der Vorstufe hängt zwar an der Endstufe auch gut, aber so rum ist es besser. Wenn Du die Suchfunktion bemühst wirst Du sicher Details dazu finden, weil ich das früher mal hier irgendwo aufgeschrieben hatte.....
      Die Sternerdung der Power Star Dose von Audioplan ist sicher gut. Mit der wss Lösung verbaust Du Dir aber die Möglichkeit verschiedene Netzstrippen ausprobieren zu können....
      Am besten ist (gemäss dem Hersteller meiner Vor- Endstufe) sowieso die durchgehende Verlötung der Kabel (egal ob Netz- oder Signalkabel) das würde am besten klingen, sei aber für den Normalkonsumenten nicht praktikabel. Er hätte es nur mal ausprobiert!
      Also dann weiter viel Spass beim ausprobieren!
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Hallo allerseits,

      ich möchte zu netzkabeln eine eigene erfahrung beisteuern:
      Immer wieder in letzter zeit knisterte es in der steckdosen-
      leiste, auch zeigte die daran angeschlossene endstufe rotel
      rb 1510 ganz kurze aussetzer. Es zeigte sich, dass der schalter
      der leiste einen wackelkontakt hatte. Nach überbrückung dies-
      ses schalters waren das knistern und die aussetzer nicht mehr
      vorhanden, im übrigen aber konnte am klang der endstufe kein
      unterschied ausgemacht werden. Ich möchte diese erfahrung
      nicht verallgemeinern, aber zumindest die rotel mit schaltnetz-
      teil und class-d technik reagiert klanglich auf eine wirklich
      schlechte oder einwandfreie netzverbindung erkennbar nicht.

      Gruss mart

      Symphonikus schrieb:

      mich allerdings auch nicht
      Warum gibt es da keine Unterschiede zu bemerken?
      Ich habe diese Verstärker noch nicht gehört.

      Symphonikus schrieb:

      möchte ich mich jedoch nicht äussern!
      Warum denn nicht? Du hast doch damit schon angedeutet, dass Du erfahrungen gemacht und somit etwas zu sagen hast.
      Beste Grüße,
      Stefan

      PS: Ja, ich schreibe auch über Hifi und Musik. Und ich mache beruflich Musik. Hier bin ich allerdings ausschließlich privat unterwegs!!!

      StefanG schrieb:

      Warum gibt es da keine Unterschiede zu bemerken?
      Ich habe diese Verstärker noch nicht gehört.


      Hallo,

      in einem Schaltnetzteil wird eine aus einer zunächst gleichgerichteten Wechselspannung mit 50Hz eine Wechselspannung mit wesentlich höherer Frequenz erzeugt. Dies dient dazu, den Wirkungsgrad des Transformators zu erhöhen bzw. mit nicht so viel "Eisen" auskommen zu müssen. Also geht es hier um Gewichts- und Kostengründe, aber keinesfalls um guten Klang. Ein Transformator bei 50Hz betrieben benötigt ein Gewicht von ca, 6kg bei 1000 Watt Leistung ein Transformator in einem Schaltnetzteil bei 125kHz nur ca. 100g für 1000 Watt Leistung!
      Die schnellen Strom- und Spannungsänderungen der Schaltnetzteile führen zur Emission hochfrequenter Störspannung, die Netzfilter, Abschirmungen und Ausgangsfilter erfordern kann, um sie zu verringern.
      Die nachgeschalteten Filter und technischen Tricks die Störspannungen und Schwingungen etc. aus der eigentlichen Verstärkerschaltung herauszuhalten führen dazu, dass es unwichtig ist, wie viel weiter vorne (Netztbuchse etc.) noch an Störspannung entsteht. So kann es sein, dass diese in Frequenzbereiche durch den konstruktiven Filteraufbau des Schaltnetzteils verschoben wird, bei denen man diese nicht mehr hört.

      Grüße

      Jürgen

      StefanG schrieb:

      Warum denn nicht? Du hast doch damit schon angedeutet, dass Du erfahrungen gemacht und somit etwas zu sagen hast.

      Hallo Stefan,

      das ist vollkommen richtig, jedoch möchte ich niemanden zu Nahe treten.

      Mir wurden vor einiger Zeit sowohl Vor-und Endstufe zur Verfügung gestellt.
      Ich wollte diese Geräte einfach ausprobieren, da sie wenig Strom verbrauchen.
      Diese in relativ kompakter Bauweise eigentlich Ideal sind und trotzdem genügend
      Leistung zur Verfügung stellen.

      Nur leider haben mir diese Verstärker nicht im mindesten gefallen was ihre
      klanglichen Eigenschaften angeht, es dürfte wohl eher etwas für Hörer mit sehr
      geringen Ansprüchen an die Wiedergabequalität sein.


      Beste Grüße
      Reinhard

      Symphonikus schrieb:

      Nur leider haben mir diese Verstärker nicht im mindesten gefallen was ihre
      klanglichen Eigenschaften angeht
      Hallo reinhard,

      ich kann nachvollzeihen, wenn die 'klanglichen eigenschaften' nicht gefallen,
      wenn man mit eintakt röhrenverstärkern hört. Mir hingegen fällt es schwer,
      den class-d verstärkern von rotel überhaupt einen eigenen klang zuzuschreib-
      en. Die zuvor über jahre betriebenen gegentaktröhren, ebenso wie verschie-
      dene transistorverstärker hatten hingegen subtile klangliche besonderheiten.
      Eintaktröhren hatten besonderheiten, die über das wort 'subtil' hinausgehen.
      Solche klanglichen fingerabdrücke scheinen mir bei den von mir zu hause gehör-
      ten class-d verstärkern einfach zu fehlen. Ich empfinde sie nahe am 'draht mit
      verstärkung'.

      Gruss mart
      Moin,
      im Hochsommer, gibt es bei mir nur zwei Entscheidungen, wenn ich im Musik Z.
      hören will, die Anlage bleibt aus und wird erst wieder zum Herbst hin eingeschaltet,
      oder ich gebe den kleinen Amps Futter.
      Es gibt tatsächlich auch richtig Gute von diesen Mini Amps.
      Die Ersten Tripath 2020, 3020 überzeugten mich nicht, aber ab
      dem Muse M21 war ich doch überrascht, auf einmal gab es richtige Räumlichkeit,
      dass Klangbild war schön Dreidimensional, der Nachfolger gefiel noch besser.
      Der SMSL SA-50, da gab es richtig Druck und Tiefbass.
      Was man braucht damit die Kleinen noch besser spielen, ein großes Netzteil,
      so z.B. ein Meanwell mit regelbarer Spannung.
      Was bei einigen zu beachten ist, die Impedanz muß stimmen, sonst kann es
      zu leichten Schärfen ab dem oberen Mitteltonbereich kommen, so z.B.
      beim SMSL SA-50.
      Bei den folgenden vorgestellten T-Amps, ist eine leichte Kost, sprich Lautsprecher
      mit gutem Wirkungsgrad ohne Sperr und Saugkreise von Vorteil.
      Der SA-50, kommt schon mit etwas schwerer anzutreibenden Lautsprechern klar.
      Hier gibt es bis zum Herbst erstmal zu lesen.

      MUSE M21 EX TA2021

      MUSE M21 X2

      Tripath TA2020

      TA2021B


      SMSL SA-50
      Gruß
      Wolfgang

      Der Pessimist sieht nur Dunkelheit in einem Tunnel. Der Optimist sieht ein Licht am Ende des Tunnels.
      Der Realist sieht, das Licht kommt von dem Zug. Der Lokführer sieht 3 Idioten auf den Gleisen

      Lieber locker vom Hocker, als hektisch übern Ecktisch
      Hallo Reinhard,

      Symphonikus schrieb:

      ur leider haben mir diese Verstärker nicht im mindesten gefallen
      nun weiß ich, was Du meinst.
      Die Erwartungen an den Klang einer Wiedergabekette sind ja sehr individuell und es muss einem ja zum Glück nicht alles gefallen.
      Diese subjektive Seite verstehe ich gut. Allerdings finde ich eine solche Objektivierung:

      Symphonikus schrieb:

      es dürfte wohl eher etwas für Hörer mit sehr
      geringen Ansprüchen an die Wiedergabequalität sein.
      prinzipiell schwierig. Und erst recht in einem Forum. Zu diesem Thema gibt es ja gerade auch noch einen Thread.

      Ich habe die Verstärker noch nicht gehört und habe daher keine Meinung.
      Dass Schaltnetzteile immer nur wegen der Gewichtsersparnis eingesetzt werden, ist allerdings nicht mehr als eine Annahme.
      Ich kenne zumindest einen Hersteller, der in einen Phonovorverstärker aus klanglichen Gründen ein Schaltnezteil eingebaut hat.
      Beste Grüße,
      Stefan

      PS: Ja, ich schreibe auch über Hifi und Musik. Und ich mache beruflich Musik. Hier bin ich allerdings ausschließlich privat unterwegs!!!

      StefanG schrieb:

      Ich kenne zumindest einen Hersteller, der in einen Phonovorverstärker aus klanglichen Gründen ein Schaltnezteil eingebaut hat.


      Daa würde ich mir gerne einmal vergleichend anhören. Selbst in Vergleichen, bei denen es um die Gleichspannungsheizung von direkt geheizten Trioden ging, waren die diversen Schaltnetzteile dem konventionell aufgebauten Netzteil deutlich klanglich unterlegen. Gerade bei einem Phonoverstärker kann ich mir da keinen Vorteil ableiten. Das würde ich gerne mal zusätzlich mit dem Entwickler diskutieren - besonders am Klang entlang!

      Grüße

      Jürgen

      Kendumi schrieb:

      TA2021


      Hallo,

      aufgrund des Hypes um diese Endstufen habe ich mir seinerzeit einen TA2021 bestellt und einmal probegehört. Auch wenn sich dass ein wenig dekadent anhört, aber ich habe das Ding einfach entsorgt und das sogar noch mit Freude. Es tut mir wirklich leid, aber ich kann den Hype um diese Geräte in keiner Weise nachvollziehen.


      Grüße

      Jürgen

      mart schrieb:

      wenn man mit eintakt röhrenverstärkern hört.

      Hallo Mart,

      es ist richtig, heute höre ich wieder mit Eintaktröhrenverstärkern, was jedoch
      in erster Linie mit dem sehr hohen Wirkungsgrad meiner Lautsprecher zusammenhängt.

      Allerdings darf ich sagen, dass eine ganze Reihe anderer Varianten sowohl Transistor-
      geräte als auch Gegentaktröhrenverstärker zur Verfügung standen. Weiterhin besitze
      ich noch zwei Tripath-Verstärker, es waren demnach alle möglichen Varianten auf Lager,
      somit ist eine grundlegende Meinungbildung möglich.

      Foti schrieb:

      aber ich kann den Hype um diese Geräte in keiner Weise nachvollziehen.

      Es geht mir ganz genau so! Da man nicht als rückwärtsgewandt gelten möchte, habe ich
      auch einige Möglichkeiten des Hörens bei einem Protagonisten dieser Technik in Anspruch
      genommen. Dieser Nutzer hatte immer die neuesten, wahrscheinlich wesentlich verbesserten
      Geräte im Hause. Da es sich bei diesem Mann um einem Arzt handelt, sagte ich zu ihm, diese
      Wiedergabe kommt mir ausgesprochen antiseptisch daher.

      StefanG schrieb:

      Dass Schaltnetzteile immer nur wegen der Gewichtsersparnis eingesetzt werden
      Hallo Stefan,

      nein, wahrscheinlich auch wegen der deutlich geringeren Kosten.


      Viele Grüße
      Reinhard

      Antiseptisch ist gut LOL

      Hallo Reinhard,
      das war nun echt gut - ich kenne diese Verstärkerchen nicht persönlich, habe aber einiges darüber gelesen.
      Die einzige persönliche Erfahrung die ich habe ist die in meinen "Piccolo" Desktop LS eingebauten Endstufe.
      Da bin ich aber wirklich überrascht gewesen, was aus den kleinen Dingern raus kommt!
      Natürlich nicht zu vergleichen mit grossen LS mit "richtigen" Verstärkern, aber doch schon ganz ordentlich.
      Da ich am PC oft auch restaurierte Platten probhöre kann ich wohl doch ein wenig zur Klangqualität sagen. Für das "Remastering" von meinen alten LP's die ich hier in mein Editorprogamm rein nehme sind die LS wirklich gut und durch die Schaltnetzteil Technik sehr klein.
      Das ist ja in diesem Zusammenhang doch auch praktisch und die ev. etwas "spitzen" Höhen sind bei der Kontrolle der entknacksten und entrauschten LP's sehr nützlich!
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Zum Thema Schaltnetzteil:

      Ich möchte noch einmal einen wichtigen Sachverhalt bezüglich solcher Netzteile aufzeigen:

      Je besser mein Verstärker werden soll, um so mehr versuche ich die neg. Einflüsse der Netzteile möglichst aus den Geräten herauszuhalten.
      Die wären in konventionellen Netzteilen:

      1. Die Netzfrequenz
      2. Die Einstreuung der Trafos Drosseln etc.
      3. Der gesamte andere Oberwellenschmutz, der sich so im Netzt tummelt.

      Gerade der Punkt drei bereitet zum Teil erhebliches Kopfzerbrechen, da ich gar nicht genau weiß was sich so im Netzt tummelt.

      Der nächste Punkt ist nämlich der, dass ich nicht zu streng sieben kann, sonst klingt der Verstärker zu lahm!
      Somit ist die Siebung zum herausfiltern der für einen HiFi-Verstärker schädlichen Einflüsse ein Kompromiss bei dem ich immer hoffen muss, dass das Netz möglichst "sauber" ist.

      Hier kann ich nun mit Tricks arbeiten. Z.B. sieben Drosseln sehr gut ohne den Verstärker subjektiv langsam erscheinen zu lassen. Nun sind Drosseln wesentlich teurer als Widerstände oder Halbleiter. Auch kann ich den Trafo entsprechend aufbauen (Schirmwicklungen etc.) und, und und.

      Bei einem Schaltnetzteil sieht die ganze Sache ein wenig anders aus.

      Ich erzeuge in dem Netzteil eine hohe Frequenz die ich dann transformiere. Da könnte man behaupten, das ich ja genau weiß, was ich da filtern muss. Dem ist aber nicht so, da die schnellen Strom- und Spannungsänderungen der Schaltnetzteile zu Emission hochfrequenter Störspannung führen, die Netzfilter, Abschirmungen und Ausgangsfilter erfordert, um sie zu verringern. Ich erzeuge im Verstärker aktiv das, was ich unter keinen Umständen haben möchte!

      Mir ist von daher vollkommen unverständlich, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann ein solches Netzteil in einem hochwertigen Gerät zu verbauen! Zumal das Netzteil einen erheblichen Einfluss auf den Klang eines Verstärkers hat.

      Grüße

      Jürgen
      Vielleicht gibt es ja Dinge, die professionelle (und entsprechend ausgebildete) Entwickler etwas besser verstehen als wir wie gut auch immer informierte Hobbyisten - da zähle ich mich ausdrücklich dazu.
      Das ist jetzt keine Feststellung von mir, sondern lediglich eine Vermutung.

      Ich kenne das aus meinem eigenen Berufsleben, wenn mir begeisterte und auch teilweise gut informierte Amateure Dinge über Musik erklären wollen, die zwar gemäß der ersten Kapitel der Lehrbücher irgendwie so richtig sind, man aber nach 25 Jahren der vollzeitigen Beschäftigung mit dem Thema ein tiefer gehendes Wissen erarbeitet hat und bei manchen Dingen zu besseren Ergebnissen kommt, wenn man die Basis der Lehrmeinung verlässt.

      Natürlich spielen bei Geräteentwicklungen auch oder leider meistens Kosten eine wichtige Rolle, allerdings möchte ich allein deshalb diesen einen Antrieb nicht jedem Entwickler für jede seiner Arbeiten unterstellen.
      Beste Grüße,
      Stefan

      PS: Ja, ich schreibe auch über Hifi und Musik. Und ich mache beruflich Musik. Hier bin ich allerdings ausschließlich privat unterwegs!!!

      StefanG schrieb:

      Vielleicht gibt es ja Dinge, die professionelle (und entsprechend ausgebildete) Entwickler etwas besser verstehen als wir wie gut auch immer informierte Hobbyisten


      Lieber Stefan,

      das kann natürlich durchaus sein! Auch ich lasse mich gerne eines besseren Belehren und mit mit Sicherheit offen für viele neue Dinge. Gerade das hat mich veranlasst mit Schaltnetzteilen zu experimentieren. Ähnlich wie Sigmund Freud die Hypnose verworfen hat, habe ich die von mir erlebten Schaltnetzteile ad acta gelegt. Egal wo ich diese benutzt habe, sie klangen einfach nur steril bis schlecht. Nicht einmal an der Feldspule gingen diese!

      Viele Grüße

      Jürgen