Kabel: Monitor Precision PC OCC Symmetry Silver Line, lohnt es sich da, zu "arbeiten"?

      Kabel: Monitor Precision PC OCC Symmetry Silver Line, lohnt es sich da, zu "arbeiten"?

      Hallo zusammen,
      tja, die NF-Kabel... wohl kurz nach der Französischen Revolution nahm ich mal Mass und bestellte aus Amiland das (damals) so gelobte "Kimber", es folgte das "Verknüpfen" und eine lange Phase der Zufriedenheit.
      Einige Umzüge, einige Konfigurationswechsel der Gerätschaften, und einige Jahre später stellt sich alles als ein Schlachtfeld dar. Kabel zu kurz, Kabel nicht mehr gebraucht, Kabel andersweitig verwendet, usw, usf.

      Die Zielsetzung diesen Winter die Verkabelung zu "Bereinigen" und die diversen Pre-Pres den "richtigen" Zellen zu zu ordnen, wird wohl nun eindeutig in Angriff genommen.

      Nach einem Besuch von Christoph, welcher sehr gerne zu wiederholen ist, kam mir wieder mein Kabellager in den Sinn. Und was hat man heute besseres zu tun, als diese Box der Pandora zu öffnen.

      Grundlegend: Ja, ich höre den Unterschied zwischen "Ramschkabel" und "Besserkabel", und nein, ich höre den Unterschied zwischen 320 Euro und 2400 Euro den Meter nicht (will nicht, kann nicht, generelle Unfähigkeit, Desinteresse, keine Ahnung!).

      Momentan liegt folgendes vor, wobei wohl auch einiges als "wegen zu kurz" weg fällt:
      - DNM Solide-Core (div. Jahrgänge, auch noch vom "grauen")
      - Dinavox mit Dinavox-RCA-Jacks
      - Kimber mit wohl den RCA-Jacks wie sie von Rega/DNM und div. verwendet werden
      - Philips-Stripen, keine Ahnung was, die waren vor X-Jahren bei den grossen, externen D/A-Wandlern dabei, optisch lausiger geht es kaum, jedoch wurde jeder Wechsel vom CD auf den Pre wieder Rückgebaut und wieder eines dieser Philips eingezogen.
      - Mein All-Time-Schnucki; Radio Materiel SA - Rennes, ohne genauere Bezeichnung. Stammten aus einem Studio als DIN/XLR auf RCA-Jack-Adapter. Als RCAs fungieren nun Bandridge Profigold und haben sehr (wirklich sehr) vielen Konkurenten einfach die kalte Schulter gezeigt.

      Nun ergibt sich folgende Fragestellung: Es liegt noch eine Monsterrolle "Monitor Precision PC OCC Symmetry Silver Line" rum. Angeblich wurden mit diesen knallroten Schläuchen phänomenale Ergebnisse erzielt, jedoch habe ich keine RCA-Jacks die an diese Monster passen.

      Kennt jemand dieses Kabel? Lohnt es sich, die entsprechenden RCA-Jacks an zu schaffen? Lohnt es sich überhaupt, in der Form eines "Bastlerei" einmal "unpassende" Stecker zu montieren, einfach so zu Testzwecken? Von diversen Seiten wurde das Kabel über jeden Klee gelobt, eben auch für simple, asymetrische RCA-Plugs.

      Eventuell noch zur Verdeutlichung; Das Kabel liegt einfach hier, d.h. ich gucke nun maximal, dass ich RCAs finde, die den 10mm-Durchmesser fressen und löte dann etwas rum. Die Anschaffung anderer Kabel ist absolut keine Option, da genügend vorhanden sind. Neben der Rolle liegt irgendwie noch ein 180cm-Stück, dies würde ich einfach mal in zwei 90cm-Teile hacken, und dann etwas "spielen". Der Rest ist halt durchgehend auf einer Rolle, da mag ich nicht für sinnbefreite Handlungen Material opfern.

      Besten Dank für jeden sachdienlichen Kommentar.

      Ach ja, sollte jemand aus seiner Zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr noch RCA-Jacks/Cinch-Stecker haben, welche 10mm aufnehmen können, wäre ich somit interessiert.

      Besten Dank und beste Grüsse, C.

      Aufwand und Mühen sollten sich lohnen

      Hallo Cocteau!

      Hier der Link:
      http://www.hifizubehoer24.de/Cinchstecker-bis-10-mm-Kabeldurchmesser

      Vielleicht kann man zum Probieren (mit normalen Chinch-Steckern) auch die letzten 3 cm hinter der Tülle abmanteln und mit Schrumpfschlauch alles überziehen. Ggf. die 3 cm „abgemantelten!“ Mantel (Außenisolierung) längs aufschneiden, wenn die Tülle aufgeschraubt ist, diese aufgeschnittene "Mantelstück" wieder passgenau einpassen und Schrumpfschlauch darüber (bis ca. 10 cm in Richtung Kabel-Mitte), mindestens die Hälfte oder vielleicht auch mehr der Tülle des Steckers durch den Schrumpfschlauch mit überziehen. Einige meiner Kabel sind so vom "Händler gekommen" (???, wenigstens sind sie bei mir so angekommen).

      Ich denke, bei diesem Kabel lohnen sich die Mühen und der Aufwand.

      Gruß Erhard

      Ein Mensch, das hat man gar nicht selten,
      der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

      (frei nach Eugen Roth)

      hallo c

      ich möchte mich für den sehr interessanten und kurzweiligen nachmittag gestern bei und mit dir bedanken. ich hatte viel spass beim wilden plaudern. bist herzlich auf einen gegenbesuch eingeladen.

      ich habe glaube ich noch aus steroplay-RG214-ist-super-zeiten ein paar entsprechend monströse oehlbach-cinch-winkelstecker, die ich dir gerne zu testzwecken zur verfügung stellen würde. bei gefallen dürftest du die dinger natürlich behalten.

      meine erfahrungen lehren mich, dass ein NF kabel das sehr gut klingt oft eichmann bullet plug stecker montiert hat. diensind allerdings v.a. bei grossen querschnitten praktisch unmöglich zu konfektionieren weil sie dahinschmelzen bevor das kabel die nötige temperatur hat. klanglich aber wirklich ganz grosses kino.

      was imho sehr gut klingt als NF kabel ist superdünner reinsilberdraht. das ist zu sehr überschaubarem preis recht einfach - am besten mit silber bullet plugs - selber zu bauen und klingt echt genial.


      gruss christoph

      ps: freut mich, dass du wieder mehr spass am hobby findest ;)
      Gruss Christoph
      Hallo zusammen und besten Dank,
      es hat mich dann doch erwischt, und ich habe ein wenig zu Konfektionieren begonnen. Von den "Profigold"-Steckern habe ich einfach noch kistenweise in OVP, somit werden diese einmal/erstmal verbaut.

      Die Stecker gehen ganz ordentlich an die Schläuche ran, logisch nach dem Abtrennen der Schirmung beinahe bündig zum Steckerende. Mit Schrumpfschlauch werden diese Übergänge "verputzt". Die Stecker betrachte ich als sehr gute "Vernunftsware", solide Verarbeitung, guter "Gripp", anständig zu löten und klemmen.



      Die Probestrippe wurde zuerst zwischen folgendes geklemmt:

      Goldring 1012 GX / SME 3009 Series II (Urversion) / Audio Innovations PH 1 Phono Amplifier -> KABEL -> McIntosh C22 (Original)

      dann wurde gewechselt auf:

      EMT XST 15 (sphärisch) / SME 3009 Series II (Spez. Version für "schwere" Zellen) / DB-Systems MC-Phono-Pre -> KABEL -> McIntosh C22 (Original).

      Beide male war ein (wirklich augenblicklich deutlich) hörbarer Unterschied zu erkennen, generell wurde das Klangbild über das ganze Spektrum präziser. Der ebenso präzisere Tiefbass wurde etwas zurückgestuft (was für mich nicht wirklich ein Problem darstellt, da dann einfach der Sub einen "Kick" mehr bekommt). Alles wirkt etwas kühler und "aufgeräumter", jedoch in meiner Konfiguration voll im positiven Bereich.

      Das Kabel hat einen ganz klar erkennbaren "Fehler": Der (Tief-)Bassbereich. Diesem lässt es nicht die Behandlung zu kommen, wie dem restlichen Frequenzspektrum. Wer jedoch in den anderen Bereichen eine erhöhte Detailiertheit und Präzision erreichen möchte, ist mit diesen Strippen wohl nicht schlecht bedient. Trotz dieser Präzision beginnt das "Gesamtbild" sich nicht auf zu lösen, die einzelnen Musiker werden (noch) besser ortbar, jedoch bleibt der Gesamteindruck in sich geschlossen. Könnte mir jedoch vorstellen, dass es bei einer anderen Konfiguration der Gerätschaften doch zu einer "Unterkühlung" und "Demontage" kommen könnte.

      Der Wechsel zu diesen Strippen zwischen Pre- und Poweramps untersteicht diese Veränderung, jedoch nur noch in einem minimen, ergänzenden Masse. Dieser Erfolgte jedoch, als die Kabel zwischen den Phonopres und der Vorstufe schon gegen die Silver Line ausgewechselt waren.

      Wer ein "ausgewogenes" Kabel fährt, hat absolut keinen Grund mit dem Silver Line rum zu spielen, wer das Gewicht zwischen Mittel/Hochton und Bass etwas ändern möchte, hat hier eine enorm gute Möglichkeit. Im Bezug auf Präzision, Genauigkeit, Detailiertheit ist es eines der besten Kabel die ich je einmal hörte, und da waren auch Strippen zu 1200.00 Euro/Meter dabei.

      Warum schreibt dieser Depp uns nun solches? Tja, weil dieses Kabel ab und an "verramscht" wird, da es im High-End-Bereich sehr unpopulär ist, da die Konfektionierung doch etwas an Zeit und Willen bedingt. Meine "Rolle" stammt auch von einem High-End-Laden, wo mir der Inhaber erklärte, diese Teile für Kunden zu Konfektionieren zahle sich einfach nicht aus.

      Es handelt sich hierbei einfach um meine ganz persönliche Meinung, welche ich im (annehmbaren) Vollbesitz meiner physischen und psychischen Kräfte gestern und heute machte. Es handelt sich dabei ganz deutlich NICHT um adaptierbare Erfahrungen.
      Ich besitze keine Aktien der Firma, bin nicht deren Besitzer, und meine Rolle wurde so eben vollkommen aufgebraucht, trotz des eher positiv gefärbten Geschreibe, sollte somit kein monitärer Hintergedanken vorhanden sein, auch habe ich das Kabel auch nicht für ein Vermögen gekauft, wo ein eingestandener Fehlkauf eventuell mein Ego längerfristig beschädigen könnte.


      Gruss, C.

      Den letzten Abschnitt bitte kopieren

      Hallo Cocteau,
      Ganz nett Deine "Geschichte" ich finde es immer wieder interessant wie sich Kabel doch auch auf den Klang auswirken. Allersdings sagte mir mal ein Elektronik Entwickler (wen verrate ich nur von Druidenohr zu Duridenohr :P ) am besten klänge es wenn die Verbindung zwischen der Geräten OHNE Stecker d.h. Direkt auf die Boards oder Aus- und Eingänge gelötet seinen. Er räumte dann aber ein, das sei wohl für den "durchschnittlichen" User nicht wirklich ein gangbarer Weg - da hat er recht!
      Den letzten Abschnitt sollte man quasi als "Fussnote" in jeden Beitrag kopieren - und es ist FIES das Du schreibst Deine Rolle sei fertig.... Da bleibt ja gar nichts mehr für uns zum spielen :blöd ...
      Humorige Grüsse
      Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking
      Hallo Peter,
      also jeder Stecker ist eigentlich ein Stecker zu viel, direktverlötet ist immer besser (dies behauptet übrigens sogar mein Techniker ;) ). Jedoch ist es halt irgendwie in keinster Art und Weise praktikabel (und logisch auch für den Markt kontraproduktiv). Im Gegenzug kommt mir immer ein wenig das Grinsen, wenn ich über Stecker-Argumente falle (erinnere mich an ein Gespräch, dass die gewinkelten der Marke XK besser klingen als die geraden der Firma XK), wenn heute, z.B. bei DNM ;) , Revox, uva, die Innereien aus "locker gesteckten Platinen" besteht. Ein Kunde hat mal in einer irgendwas von einer Vorstufe (Counterpoint, Audio Research, Forte Audio, Threshold, oder so etwas) die ganzen Steckplatinen fein säuberlich rein gelötet, dies war (damals auch für meine Ohren) hörbar.

      An einem Tonarm ist eine durchgehende Verkabelung meist deutlich zu hören, da ist es aber schwierig zu beurteilen wesswegen wirklich. IMHO ist der Wechsel auf verknüpfte Feinlitzen immer ein relevanter Vortschritt, rein schon nur auf die "Bewegungsfreiheit" bezogen. Durchgehend macht aber wohl auch Sinn. Ein simpler Rega RB 250 ist nicht mehr zu erkennen.

      Von den Silver Line habe ich einfach, da in "lötlaune", nun alles verbraten, zu "Spielzwecken" darfst du ruhig 2x 2,7m fertig konfektioniert (halt auf RCA-Jacks/Cinch :( ) mal ausborgen. Eines (Stereo-Paar) wird eh im Moment nicht gebraucht, und die vom Pre- zu den Poweramps ersetze ich temporär schmerzfrei.

      Gruss, C.

      Ich habe ja so tolle DIN Stecker GRRRRR

      Hallo Cocteau,
      in diesem Falle leider - habe ich diese komischen DIN Mini-Stecker an den Amps - da kann ich nicht wirklich was testen. Aber danke für's Angebot.
      Die Umrüstung einer DNM Vorstufe auf Chinch Stecker die mal gehört habe klang SCHAUDERHAFT! Daran änderten auch die vorgesteckten teuren Kabel dann nichts mehr - die Steckverbindungen haben wohl doch einen Einfluss auf den Klang....
      Aber ich bin ganz zufrieden - und der Spieltrieb wird gebremst - ist monetär manchmal ganz gesund für die Geldbörse :rolleyes:
      Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      Lemo-Stecker?

      Hallo Cocteau!

      Graphit-Teller schrieb:

      ... Ich denke, bei diesem Kabel lohnen sich die Mühen und der Aufwand.


      cocteau schrieb:

      ... Es hat sich wirklich einfach gelohnt.

      Hier war ich bestimmt kein Hellseher!

      Hatte ich das richtig verstanden, es ist ein symmetrisches Kabel, was man auch mit XLR (eine Seite) und Chinch (zweite Seite) konfektionieren könnte? Wenn es so wäre, hatte ich an zwei Stücken (quasi ein Paar unkonfektioniert) a. ca. 1,20 m Interesse. Aber ich denke aber, Du brauchst es.
      Meine Röhren-Vorstufe "Austria-Analog-Audio" hat zwei Ausgänge XLR, nun hatte ich mir immer vorgenommen, die Endstufe noch mit Übertragern zu versehen. Aber wenn ich mir es richtig überlege, glaube ich nicht, bei der kurzen Entfernung von Vorstufe zur Endstufe, dass es mit Übertrager (ich besitze ein Paar Übertrager "Haufe des Ostens") unbedingt besser wird. Deshalb habe ich auch den Umbau noch nicht realisiert. Jetzt habe ich einen Adapter XLR auf Chinch von "Austrian-Analog-Audio" an einem Chinch-Kabel von VdH. Du hattest ja geschrieben, direktverlötet ist besser als "gesteckt", da gehe ich voll mit. Oder anders, jede „gesteckte“ Kontaktstelle, weicht von "optimal" mehr ab. Da hätte die oben genannte Lösung mehr Vorteile als Nachteile.

      Jetzt zu einem anderen Problem. Vielleicht weiß unsere Schweizer-Fraktion mehr, als wir Deutsche. Vor Kurzen hätte ich eine Studio-Endstufe in SE (2 x 15 W), speziell angefertigt für den ORF, erwerben können. Der Haken der Sache, alle Steckverbindungen, weder DIN, noch Chinch, noch XLR auf der NF-Seite und auch auf der LS-Seite, weder Bananen-Stecker noch Kabel-/Gabel-Schuhe, sondern alles Lemo-Verbindungen. Nun diese (Gegen-)Stecker, wären viel teurer gewesen, als dieses Endstufe. Kennt jemand den Einsatz von Lemo-Steckern in der Hifi-Technik bzw. Studio-Technik. Der Kauf hat Endstufe hat sich sowieso zerschlagen, da nun meine Konfiguration für Quadro nun anders aussehen wird. Trotzdem interessiert mich die "Lemo-Sache".


      Gruß Erhard

      Ein Mensch, das hat man gar nicht selten,
      der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

      (frei nach Eugen Roth)

      Hi Erhard,
      na ja, bin nun wieder einmal voll peinlich.
      Wenn die Endstufe weniger kostet als zwei Lemo-Brauchbar-Adapter?! Dann nimm die Bohrmaschine und mache zwei RCA-Jacks-Löcher. Wenn es sich um ein "wirklich geniales Kultgerät" handelt, werfe die 70 Euros auf. Wenn es "nur" um den Endstufenchrakter geht, hast du für 10 Euro zwei vergoldete RCAs montiert, dies in in ca. 30 MIN.
      Abgesehen davon, kann man ja einfach die Lemos ablöten, und die Kabel direkt daran. Keine Vernichtung von originaler Substanz, immer reversibel, und klanglich IMMER besser, aber wir fürchten uns doch vor allem, was wir nicht stecken können :rolleyes: .
      Gruss, C.

      Nachtrag: Hatte stapelweise EMTs, die hatten meist auf das Studio konfigurierte Pres montiert, dann auf XLR. Habe einfach die Kabel mit dem Lötkolben abgegriffen und auf das meinige gelenkt. Wer löten kann, braucht wirklich keine Stecker :thumbsup: .