Was waren eure ersten Tonaufzeichungs-Geräte

      Was waren eure ersten Tonaufzeichungs-Geräte

      Hallo...

      Immer wieder, wenn ich durch die Elektrobucht surfe, um nach "schnäppchen" zu gieren..
      HAAAAAGRRRRRRR.. fällt mir die eine oder andere Auktion unter die Maus..

      --> "ach, den hatte ich ja auch mal" .. dann speichere ich mir das Bild ab, und schwelge
      in "Nostalgie".. bzw mir fallen dann die ärgerlichen, grotesken und absurden Dinge dazu wieder ein..

      MEIN erstes Tonaufzeichnungsgerät war z.B. ein PRIVILEG-Tonband, welches nur die kl. Spulen fasste...



      Zuerst hatte ichvnur ein Tonband.. -- mit Stones, Udo Lindenberg, rattles etc drauf.. das löschte
      man na klar auch nicht so "mal eben"... also wurde dieses Band immer wieder genudelt.. und
      genudelt.. und genudelt... Später kaufte ich vom Taschengeld.. (das Tonband war ja
      geschenkt..) ein neues, frisches Band..

      Damit hab ich dann immer die NDR 2 -Hitparade (mit Dieter Thomas Heck) aus dem Röhrenradio
      aufgenommen.. -- ich hab den Vorspann immer noch im Ohr... --> mit Mikrofon vorm Lautsprecher
      des Küchen-Röhrenradios.. --> ein Grundig 3D, mit ovalem "Multioktav"- Breitbänder, wie ich heute weiß..
      Alles musste na klar leise sein, aber die Schwester **grrr ..latschte GENAU DANN immer
      --> DE-MONSTER-A-TIV besonders lautstark durch den Raum.. und klapperte mit "irgendwas" rum...

      Ich hab sie GEHASST dafür...

      Dann, als ich geld gespart hatte, indem ich den "Kirchenboten" ausgetragen hatte, kaufte ich für
      ~200 Mark einen Philips-Cassettenrecorder.. und zwar DEN hier...



      DER hatte nämlich bereits eine sog. "Dioden-buchse".. mit der man auch mikrofonlos aufnehmen konnte..
      Leider hatte ich erst 2 Jahre später ein Radio mit einem eben solchen Ausgang erhalten...
      Zum Umspulen musste man den zentralen Knauf nach links oder rechts schieben, und.. festhalten!!
      DER hatte sogar die Möglichkeit, einen externen Lautsprecher anzuschließen..

      --> mein erste box war aus Fichtenbrettern zusammengenagelt.. !! (wirklich..), die Lautsprecher-Ausschnitte
      hatte ich Loch-an-Loch gebohrt, und die Stege rausgeraspelt !! (.. wir hatten ja damals nix..) nee im Ernst..
      kaum ein professioneller tischler hatte eine el. Stichsäge...) --> es waren SABAS-Lautsprecher aus einem
      glaube "Bodensee" drin.. so ein groß-Oval, und ein ovaler HT.. -- der Kasten war viel zu klein, klang aber
      dennoch sehr gut... (.. okay, kein "Bass", aber den kannte man damals ja eh noch nicht..)

      DANN, als ich schon älter war, kaufte ich für ~ 450 DM ein WEGA-Cassettendeck.. HAMMERTEIL !!
      eigentlich ein SONY-Laufwerk, wie ich später lernte.. --> mit Sensortasten.. und es konnte "Chrom"...
      DAS war schon was.. -- fast bereue ich,dass es nun nicht mehr da ist.. es war haptisch ein echter Genuss..



      Irgendwann schwamm mal ein A77 2-spur-Koffer vorbei... SEHR preiswert damals erhalten, gekauft von
      so "Deppen", die rein gar keine Ahnung hatten.. es klang völlig "daneben", und klakkerteauch mechanisch
      regelmäßig... NUN, 60 Mark, und es war meine.. "kann man nix falsch machen", dachte ich...

      --> aufgeschraubt, und das Malheur sofort gesehen.. --> ein Kabel zu den eingebauten Lautsprechern
      hatte sich gelöst, und klapperte immer in den Ausbrüchen des sich drehenden Capstan-Motor-
      Schwungrades -- das machanische klappern war weg.. -- es klang aber immer noch scheiße, mit dem
      mitgelieferten Band.. ich hab gegrübelt und .. irgendwann kam ich mal auf die Idee, selbst eine
      Aufnahme zu machen.. und WOOOW.. sehr geiler Sound...

      Weil..?? hmm????



      --> weil die ein auf einer 4-spur-Maschine bespieltes Band auf dieser 2-Spur-Maschine abgespielt
      hatten... Ich glaub, die hatten das teil irgendwo geklsut, und irgend ein Band draufgemacht... denn
      die Bedienelemente, bzw. die aufdrucke auf der Frontplatte waren schon damals recht "bespielt"...

      ... die A77 hab ich auch immer noch.. seit 20 jahren aber nicht mehr genutzt...

      *ggg**

      DANN kam -- auch neu gekauft, für über 2000 DM eine B215.. Das vermutlich BESTE CC-Gerät, das je
      gebaut wurde..



      Soo herrlich.. --> ein Einmesscomputer, und die BANDFÜHRUNG erst... --> da machte es nicht
      KlaKK, wenn nach dem Rückspulen das Band am Anfang war.. nein es machte sanft "sssssstttttT"..
      --> kein Dehnen des Bandmateriales.. keine Abrisse des Vorspannbandes wie beim WEGA, wenn
      die Cassette schon zu lange im Auto hinter der Frontscheibe gelegen hatte...

      Das Teil hab ich übrigens immer noch.. aber seit ~ 10 Jahren nicht mehr in Betrieb.. und es
      braucht vermutlich auch mittlerweile eine Kondensator-Kur, wie meine anderen ReVoX-Geräte...

      *****

      Habt ihr auch noch so schräge Erinnerungen, wie ich an die Mikro-aufnahmen vom Küchenhradio??

      Bester Gruß,

      Andreas
      .. MERKE..: --> bei "Tröötenfragen" immer zuerst auf die Papptröötenseite gucken.. ;)

      Über längere Zeit ein "Tesla B 54"

      Hallo!

      Mein erstes Tonaufzeichnungsgerät war ein Radiorecorder der japanischen Firma "Crown Audio". Nach dem Honecker in der DDR an die Macht kam wurden viele Geschäfte mit Japan gemacht, es kamen die Radiorecorder von "Crown Audio", Kassetten-Recorder vom Typ "ATA-Cassetta" und japanische Farbfernseh-Geräte "Sanyo". Das war im September 1972. Aber die Mechanik von dem Radiorecorder von "Crown Audio" oder besser gesagt die Bedienelement waren zu "lawede", so da nach drei Wochen schon ein Schalter kaputt war. Ich gab mir auch keine Mühe wegen der Reparatur, da ich bei der Armee in dieser Zeit auf Übung (drei Wochen) war. Irgendwie hatte ich auf dieser Übung mitgekommen, da hatten welche den "ATA-Cassetta" mit, und ich konnte nach dieser dreiwöchigen Übung den Radiorecorder von "Crown Audio" (mit seinen kaputten Schalter) gegen Kassetten-Recorder "ATA-Cassetta" tauschen. Aber irgendwie gefiel es mir nicht. Ich wollte ein Tonbandgerät, aber da musste man Glück oder Beziehungen haben. Ich hatte letzteres, in meinen Armee-Osterurlaub fuhr ich am Ostermontag (den wir ja seit 1969 nicht mehr hatten) in unsere damalige Kreisstadt um für den ungeliebten "ATA-Cassetta"-Recorder Kassetten zu kaufen, ich komme ins Konsum-Kaufhaus und es steht ein 4-Spur Tonandgerät von Tesla (B 54) da, die schnappte erst mal nach Luft, schaute in meine Brieftasche, ob ich denn auch drei Schecks oder mehr mithabe (ich wusste ich verschreibe mich bestimmt mehrmals), rannte durch das Kaufhaus im eine kompetente Verkäuferin zu finden, ich konnte es immer noch nicht glauben. Dann sah ich Ilona, ein Mädchen aus unserem Dorf, sie war Lehrling, ich hab da 'ne Frage: "Was ist da hinten mit dem "B54-Tonbandgerät"? "Was soll damit sein? Das kannst Du haben" sagte sie. "Gekauft, war meine Antwort". Drei Schecks hatte ich aber doch beim Ausfüllen gebraucht. Und dieses Gerät habe ich bis vor zehn Jahren noch gehabt.

      Heute möchte ich kein Tonband-Gerät mehr, auch keine Tape-Deck, haben. Obwohl mein Herz immer für die feinen Dinger von Nakamichi schlug und noch schlägt.

      Ein Tascam Profi-DAT-Recorder DA 40 dient dazu mir Sampler aus Platten zusammenzustellen bzw. seltene Platten werden zur Schonung darauf überspielt.


      Gruß Erhard

      Ein Mensch, das hat man gar nicht selten,
      der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

      (frei nach Eugen Roth)

      Graphit-Teller schrieb:

      Heute möchte ich kein Tonband-Gerät mehr, auch keine Tape-Deck, haben. Obwohl mein Hrz immer für die feinen Dinger von Nakamichi schlug und noch schlägt.

      Hallo Erhard

      --> DIESE ??

      -- ein "ossi" warst du damals also.. ;) ..nein, ich mein das halt nur wegen des unterschied-
      lichen Erfahrungsschatzes,..

      --> aber glaub mal nicht.. -- ich bin im Katholischen Osnabrück aufgewachsen.. als Arbeiterkind,
      und da "hatten wir auch nix".. :P außer "Träume".. Ach, was habe ich mir mit 14 die Nase Platt
      gedrückt an den zwar "verkäuflichen", aber dennoch unerreichbaren Gerätschaften in den
      Schaufenstern.. GUT, als ich dann was gearbeitet hatte, und geld "verdient", hatte ich es halt
      auf die ReVoX-B-Serie abgesehen.. -- gebraucht konnte man das nicht kaufen, so musste es
      halt "neu" sein.. --> für den B226 hab ich 2800 "West"-Mark bezahlt... :whistling:

      Ja, das war damals so...

      --> aber so technisch fein gemachte apparate wie den B215.. sowas haut man nicht fort,
      weil.. es ist sooo geil gemacht.. und haptisch eine wirkliche Freude... :love:

      Heutzutage braucht kein Mensch mehr sich das Bandrauschen antun.. und die "starre" wenig
      komfortable "Auffindbarkeit" eines Musiktracks antun.. (.. WOBEI.. der B215 errechnet aus der
      unterschiedlichen Drehzahl der Bandwickel innerhalb von 3 Sekunden die ECHTE Bandposition..)
      das war revolutionär damals..

      Heute sitzt man am Rechner, hat sein FOOBAR 2000 zu laufen, und klickt sich binnen sekunden
      durch sein gigantisches (1TB?) digitales Archiv, wo man geschlagene 2 Jahre un-unterbrochen Musik
      hören könnte, wenn man es durchlaufen ließe.. und hätte in 2 Sekunden genau das Musikstück
      abspielbereit, von dem man vllt sogar nur noch ein Fragment des Titels, oder des Interpreten erinnert..

      ...und das in fein-ster FLAC-Qualität -- je nach Auflösung absolute Studio-Qualität.. HAMMER... !!

      --> als alter Kathole.. (seit 30 Jahren aber nicht mehr..) könnte man ja sagen
      "jaaa, aber da liegt doch kein Segen drauf"... DOCH, tut es.. --> das ist nämich GEIL.. und da
      gibt es keine Qualitätsverluste durch alterndes Bandmaterial.. Man muss halt nur immer gute "
      Datensicherung" betreiben, damit nicht "BUMMS" auf einmal alles fort ist.. aber das wäre es ja
      auch, wenn die Hütte abbrenenn würde, in der die 30.000 Vinls lagern...

      ABER..

      etwas ist schon wirllich anders..

      --> man hört Musik nicht mehr so "im Stück".. -- nmah "zappt" oft genug durchs Archiv.. spielt
      dieses und jenes Stück mal an.. aber so in einem Rutsch ein Album "durchhören" tut man seltener
      als bei "Platte", oder gar "Tonband..".. wo das wechseln der Spule ungleich aufwändiger ist... ;(

      DAS ist schon ein verlust, in meinen Ohren.. und ich versuche mich halt auch zu disziplinieren,
      nicht so hibbelig zu "zappen"...

      .. just my two cent..

      Andreas
      .. MERKE..: --> bei "Tröötenfragen" immer zuerst auf die Papptröötenseite gucken.. ;)
      Super Idee.

      Und wie ähnlich wohl die Entwicklungen sein werden?
      Ich hatte das Glück eine 4 Jahre ältere Schwester zu besitzen. Da wir in der Anfangszeit zu zweit uns ein Zimmer teilen mussten, profitierte ich sehr von ihr und ihren Musikgeschmack.
      Begonnen hat alles mit einem Spulentonband STUZZI ST 1004. Kennt niemand? Ist ein Minihersteller aus Wien gewesen.

      Mein Grossvater war eigentlich gebürtiger Ungar aber mit ehemaligen Österreichischen Pass. Somit war es ihm möglich im beginnenden Rentenalter zu DDR Zeiten seine Verwandten in Wien zu besuchen und von seinem ersten Trip brachte er uns diese sagenhafte Maschine mit. Das war so 1972-3. Schöner Koffer, mit int. Lautsprechern. Einige Bänder waren auch dabei.
      Meine Schwester krallte sich das Ding natürlich und begann im Freundeskreis ordentlich Musik aufzunehmen. King Crimson, Colloseum, ELP etc. Das war sehr faszinierend für mich, Bisher liefen immer nur die Beatles oder Les Humphrie Singers und so ein Zeugs auf dem heimischen Plattenspieler der Eltern. Ich bekam natürlich auch ein eigenes Band und habe mir das Ding voll gespielt mit irgendwelchen Mist den meine Freunde so hatten. Die Wiederum hörten eigentlich auch nur die Musik ihre älteren Geschwister. Aber mit 7-8 Jahren kam da nicht wirklich so viel Gescheites zusammen, also hörte ich lieber die Bänder meiner Schwester.
      Mit dem Tonbandkoffer haben ich noch Jahrelang gehört, damit beschallte ich ganze Klassenräume als beginnende jugendlicher DJ. Wie nützlich damals die Bandanzeige war, unglaublich.

      Es war ein grossartiges Gerät. Die späteren Ostprodukte waren dagegen so sagenhaft schlecht, leier, leier, Bandsalat, das kannte ich von dem Stuzzi nicht.



      Heute habe ich gesehen, das es das Tonband sogar mit eingebauten Radio gab, Mensch Grossvater im Himmel, das wäre es gewesen, aber trotzdem Danke nochmals.

      Gr.Ste

      Kannte ich in doppelter Hinsicht nicht

      Hallo Ste!

      Ste schrieb:

      Die späteren Ostprodukte waren dagegen so sagenhaft schlecht, leier, leier, Bandsalat, das kannte ich von dem Stuzzi nicht.

      Meine Überschrift sagt es schon, ich kannte bisher dein Tonbandgerät nicht. Aber von meinem Tesla kannte ich die oben genannten Probleme auch nicht. Über Kassetten-Recorder rede ich nicht, dafür war das Intermezzo mit diesem Geräte-Genre viel zu kurz. In wiefern die anderen Spulen-Tonbandgeräte (Exporte aus Ungarn >>> Marke: Qualiton oder Exporte aus der VR Polen >>> Marke Unitra (oder so ähnlich hieß es, angeblich nach einer Grundig-Lizenz gebaut) vermag ich nicht zu sagen. Mein Tonband-Gerät Tesla "B54" war auf jedem Fall kein "Montags-Gerät", in den fast 30 Jahren hatte ich nie Bandsalat und auch keine einzige Reparatur (einmal habe ich die Andruck-Rolle wechseln lassen).

      Durch die Aufteilung der Produktion im RGW stand es der DDR nicht mehr zu Spulen-Tonbandgeräte (nur noch in Polen, der CSSR und in Ungarn) zu bauen, es wurden nur noch Sonderanfertigungen in Bezug auf "Studio-Bandgeräte" von der Fa. Thurow (Berlin) die nach der Verstaatlichung von 1972 dann "VEB Tontechnik Berlin" hieß, gefertigt. Diese sind aber sehr selten, ggf. noch seltener als die Studio-Plattenspieler dieser Firma. Siehe auch "Analoge Giganten" Posting 147.

      Aber was ich im Moment von meinem Wiener Händler erfahren habe, dieser STUZZI-Radiorecorder, war der erste Radio-Recorder weltweit. Die Firma SUZZI gilt somit als Erfinder der Radio-Recorder. Man hatte Anfang der Sechziger-Jahre, einfach das Gehäuse etwas vergrößert und ein Autoradio eingebaut, so soll der Radio-Recorder entstanden sein.

      Gruß Erhard

      Ein Mensch, das hat man gar nicht selten,
      der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

      (frei nach Eugen Roth)

      Moin,
      bei mir ging es mit den Aufzeichnungsgeräten, nach meiner Konfirmation los.
      Ich hatte etwas über 300DM zur Verfügung.
      Das war auch damals nicht gerade viel Konfirmationsgeld,
      meine Klassenkameraden lagen im Schnitt alle mindestens um 200DM höher.
      Also schinschen war angesagt, ich hatte ein sehr gutes Angebot,
      Telefunken Magnetofon Röhrentonbandgerät von meinem Freund,
      der brauchte dringend Geld.
      Das Gerät mit Namen Magnetofon, es war von ihm kaum genutzt worden
      und sollte nur 150DM kosten, Neu schlug es mit etwa knappe 400DM ins Kontor,
      Alter, etwa Eineinhalb Jahre.
      Hatte es aber bei meinen Eltern anders deklariert, für "mehr" verkauft, höher angesetzt,
      so blieb noch etwas über 150DM über für eine Hohner Telecaster,
      die ich aber später wieder verkaufen mußte. :cursing:

      Mit dem Telefunken, wurde jeden Samstag Morgends eineinhalb Stunden vor der Spieltruhe
      meiner Eltern gesessen und fleißig aufgenommen,
      die neuesten Hits von BBC auf UKW aufgenommen, dass schöne daran war,
      die Rundfunksprecher Quatschten ewig dazwischen, sodass jede Aufnahme eigentlich verhunzt war,
      dass war damals so was von egal.
      Sonntags die BBC Hitparade, Erkennungsmelodie war Cliff Richard mit Ready Teddy,
      ein hartes Rock`n Roll Stück, es war zur damaligen Zeit eines der schnellsten
      Rock`n Roll Stücke, obwohl es war mitten in der Beat Aerea.
      Die Bandmaschine lief/spielte, quasi die ganze Nacht durch, bevor ich zu Bett ging, wurde ein neues Band
      aufgelegt und morgends hörte man dann, dass Klack, Klack, des umhernudelnden Bandes.
      Diese Maschine war so robust, sie hielt ohne Reparatur, bis weit nach meiner Bundeswehr Zeit.


      Noch kurz vor meiner Bundeswehrzeit kaufte ich mir folgendes Gerät,
      scheinbar haben es hier im Forum einige besessen, ich habe mir das Foto mal ausgeliehen :whistling:


      Dies Gerät war so robust, dass es für einen Urlaubsturn mit meinem Cousin an den Zigarettenanzünder
      im Kadett angeschlossen wurde, bei zügiger Fahrweise fing der Recorder
      auf einmal fürchterlich zu stinken an und es qualmte so stark,
      dass es in windeseile den ganzen Innenraum neblig werden ließ.
      Er fuhr sofort rechts ran und ich schmiss den Philips vom Strassenrand aus dem wagen in
      eine angrenzende Wiese.
      Einen Augenblick gewartet, bis das Gerät sich wieder beruhigt hatte und wieder klare Sicht
      im Auto herrschte.
      Batterien in den Philips rein und er lief dann immer weiter und weiter und weiter.

      Der N2209 hielt bei dieser robusten Gangart noch gute 3 Jahre, bis ich ihn meinem Bruder vermachte,
      Bei ihm lief er dann auch noch in seinem Volvo weiter.
      Das waren noch Qualitätsgeräte.

      Dann kamen Anfang der Siebziger diese Geräte:
      Dieser "Wahnsinns Receiver" Saba 2x15 Watt Musikleistung
      mit kleinen ovalen Breitbandlautsprechern:sleeping:


      mit diesem Stereo Cassetengerät; Philips N2510



      Dann Mitte/Ende der Siebziger, ging es Schlag auf Schlag.
      Es Kam dann noch ein;



      Akai GXC 740D 3 Köpfe, Hinterbandkontrolle, 3 Motoren, zum individuelles Einmessen.
      Nicht gerade billig zu dieser zeit,1300€.
      Habe ich mich geärgert das der Akai, zwei 2 Jahre später durch den 760,
      mit elektronische Tasten abgelöst wurde, der 740 hatte einrastende Knöpfe zum runterdrücken.

      Es war die Zeit der guten Stereoanlagen im Auto, Clarion, Blaupunkt Woodstock, etc.,
      mit Equalizer Endstufen und mehreren 2 oder 3 Wege Lautsprechern.
      da brauchte man gute Qualitäts Cassetten fürs Auto



      Kurze Zeit später dann einen Technics, 3Kopf 3 Motoren Deck, aber etwas günstiger,
      mit Tipptasten.



      Warum ich mir dann ein paar Jahre später noch einen Nakamichi BX125 kaufte ?(
      kann ich nicht mehr nachvollziehen.
      Der Akai stand dann später bei meinem Sohn im Raum.
      Durch ein Tauschgeschäft, bekam ich dann den folgenden Recorder,
      einen der großen JVC Decks :thumbup: aus den späten 70'igern, natürlich 3Köpfe, 3 Motoren.




      Entweder ein Tonband oder einen Video Hifi Recorder, dass letztere
      es war der große Marantz.


      Irgendwie wurde er aber größtenteils für die Filmaufnahmen genutzt,
      Klang war absolut Top.

      Nun kam wieder eine Tauschaktion, JVC ging und Onkyo kam mit
      Kabelloser Fernbedienung, natürlich 3 Köpfe, 3 Motoren,
      eingetauscht beim JVC Sammler, der Onkyo Integra TA2540.



      Was fürn Quatsch, der Onkyo stet hier noch unangetastet, der Akai D740 ist eingemottet,
      er Nakamichi ebenso, wird demnächst als Opas Märchen Cassetten Deck benutzt werden,
      von den Märchen Cassetten, gibt es noch reichlich, den Technics gibt
      es auch noch, ist vergraben bei Sohnemann auf dem Boden.
      Der Marantz hat nach 3,5 Jahren seinen Geist aufgegeben, Kopftrommel defekt,
      obwohl immer mit den besten Bandsorten gefüttert.

      Achso, eine Telefunken M15 mit Wagen gabs auch mal für eine kurze Zeit,
      kam von Studio Hamburg, zu groß für die damalige Wohnung, man kam nicht mehr durch die
      Wohnzimmertür, mußte nach ein paar Wochen wandern, von einem Kumpel zum anderen,
      dass nicht nur wörtlich, flog bei einem Kumpel wieder raus, stand dann für eine Woche wieder hier,
      bis sie zum anderen Kumpel wechselte, kurz darauf, ist sie in die Ferne gegangen 8|
      Keiner konnte sie in der Wohnung plazieren, es war etwa mitte der Siebziger und
      Wohnungsfläche war sehr teuer damals, wie auch heute wieder in Hamburg.
      Gruß
      Wolfgang

      Der Pessimist sieht nur Dunkelheit in einem Tunnel. Der Optimist sieht ein Licht am Ende des Tunnels.
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      Lieber locker vom Hocker, als hektisch übern Ecktisch

      Tonbandgerät "Tonmeister"

      Hallo!

      Den „Tonmeister“ als Tonbandgeräte habe ich nicht selber besessen. Aber durch Markus’ Thread „Design, Design, Design“ und sein Verweis auf das DDR-UKW-Radio „Avanti“ fand ich beim gleichen „Ebay-Händler“ dieses Gerät. Die Genehmigung zu Verwendung dieser Bilder holte ich mir ein. Zu dem Gerät fiel mir folgende Episoden ein, als ich noch nicht in die Schule ging, wohne bei uns zu Hause ein Monteur von einer „Bohrturm-Firma“, weil man bei uns, wo ich damals wohne, nach Erdgas suchte. Die Monteure dieser Firma verdienten damals Ende der 50er Jahre schon 1000 „Ost-DM“ und mehr im Monat, sie waren in der Lage sich so etwas zu kaufen. 1000 „Ost-DM“ war für damalige Verhältnisse unheimlich viel, das war mehr als Lehrer, Ingenieure oder Ärzte bekamen bzw. verdienten. "Paula“, wie dieser Monteur genannt wurde, besaß solch ein Wunderding, ich konnte es als sechsjähriger nicht mal anheben. Wie es hieß, wusste ich bis heute nicht. Nach dem ich die Bilder gesehen habe bin ich mir zu 1000% sich, das war es. Ich durfte damals den „Carli Brouwn“ auf Band singen. Dieser besagte „Paula“ schleppte es alle drei Wochen im riesengroßen Rucksack von Gotha bis zu uns, wo sich die B 4 (damals natürlich die F 4) und die Unstrut kreuzten (natürlich kreuzen sie sich dort noch immer), und am Heimfahr-Wochenende wieder heim. usw. .


      Ich lasse einfach mal in der Regel die Bilder sprechen:










      Natürlich hatte das Original-Gerät nicht diese "Heftpflaster-Aufkleber", ich denke an den entsprechenden Stellen waren nur Symbole.







      Diese Textur der Oberfläche hatte ich mir gemerkt. es war wie die damaligen Heftumschläge. Natürlich kannte ich Heftumschläge schon, dieser Paula wohne ja drei Jahre bei uns. Als er "weiterzog" ging ich bereits in die zweite Klasse.




      Diese Form vergißt man nicht!




      Spätesten jetzt weiß man, wo das Gewicht (richtig muss es natürlich Masse heißen, ich schreibe dies bewusst, damit der einzige Physiklehrer dieses Forum nicht "herummeckert") herkommt: Hergestellt im VEB Schwermaschinenbau "Karl Liebknecht" in Magdeburg. Dieser Betrieb stellte in erster Linie Armaturen (Keilschieber, Ringschieber usw.) für Kraftwerke und Industrieanlagen her. Naja, von den Armaturen bis zum Tonbandgerät ist es ja nicht "weit".




      Wenn das Volumen groß genug ist, tun es auch Lüftungslöcher unter dem Gerät.




      Das Gerät wurde in einem Sessel fotografiert, man kann sich vorstellen, was das für ein "Geschoss" ist.

      Mein Dank gilt Herrn Andreas Dorn aus Weifa (Landkreis Bautzen) für de Bereitstellung dieser Bilder.

      Gruß Erhard

      Ein Mensch, das hat man gar nicht selten,
      der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

      (frei nach Eugen Roth)

      Lieber Erhard,

      das ist eine wirklich goile Maschine. Darf man aus der Farbgebung (grün bis oliv) und aus der offenbar kugelfesten Ausführung schließen, dass es sich um eine Version für den militärischen Einsatz gehandelt hat :thumbsup: ? Das Foto zeigt mein zweites Tonaufzeichnungsgerät. Davor war ein Schaub Lorenz in Gebrauch, das leider zum Schluss wegen einer falschen Justierung, die ich nicht in den Griff bekam, die Bänder in die Länge zerrte.

      LG Konrad

      Der STUZZI Radiorecorder veränderte meine Leben total.

      Ich kaufte mir im Dezember 1969 auf Raten einen STUZZI-Radiorecorder. Leider verlor ich 2 Wochen später meine Arbeitsstelle. Ich wollte das Gerät aber unbedingt behalten und dazu musste ich Arbeit haben und Geld verdienen. Mit blieb nichts anders übrig als aus der Steiermark nach Vorarlberg "auszuwandern". Dort gab es damals in Textilfabriken Arbeit in Hülle und Fülle (wenn auch sehr schlecht bezahlt). So konnte ich meinen STUZZI-Radiorcorder behalten und die Raten im Laufe von 2 Jahren abstottern. Meine ursprüngliche Heimat Steiermark sah ich seitdem nur mehr besuchsweise. Leider! So hat sich durch dieses Gerät mein Leben total verändert. Für die heutige Jugend ist es wohl nicht mehr vorstellbar, dass man für so ein Gerät sein Leben total umkrempelt und irgendwo auf der Welt eine Möglichkeit sucht um Arbeit zu haben um etwas zu erreichen. Ich habe es nie bereut, nur das Heimweh ist geblieben und wird vermutlich nie vergehen.
      Nummer 1 sah so aus:

      Damiit habe ich jahrelang rumgespielt.
      Dann gab es nach und nach eine richtige Stereoanlage.
      Jetzt mit diesem Gerät:


      Dann am Wochenende und in den Ferien jobben im Hifiladen.
      Dadurch wurde erst dashier:


      Und danach dieses hier:

      möglich.
      Bei dem hier war es einfach unglaublich, wie sich die Cassette über dem Tonkopf drehte.
      Ein Traum war das!!!
      Beste Grüße,
      Stefan

      PS: Ja, ich schreibe auch über Hifi und Musik. Und ich mache beruflich Musik. Hier bin ich allerdings ausschließlich privat unterwegs!!!

      Bei mir wars dieses Hitachi D-800

      Das war damals mein Traum!
      Ich fuhr einfach auf die Drei-Kopf Technik ab und fand die Anzeige auf dem Gerät so toll!
      Leider hat dass dann mal das Zeitliche gesegnet - Riemen durch usw. Aber ich habe es jahrelang benutzt.
      Am Anfang als "Komplettanlage" nur mit einem (Brrrrrrr Monacor Kopfhörer) weil ich keine Kohle mehr für Verstärker und LS hatte.....
      Tia das waren noch Zeiten!
      Aber der Thread ist echt interessant! Werde später sicher weiter schreiben.....
      Liebe Grüsse Peter

      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      Mein Maranz Compudeck wie es damals hies...


      Das war lange Zeit dann mein weiteres Cassettendeck - leider hatte es eine Zeitlang Probleme mit der Computer Steuerung und als dann die CD aufkam habe ich es in den 90 ern leider verkauft. Heute würde ich es eigentlich gerne wieder haben - aber es ist in gutem Zustand kaum zu finden..... und das grösste Objekt der Begierde wäre ja schon ein Nakamichi Dragon - die sind einfach toll.... oder ev. ein Revox das fand ich auch technisch immer super - leider optisch nicht so schön.....
      Liebe Grüsse Peter
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      Doch nochein Aufzeichnungs Gerät

      Na was hatte ich geschrieben...
      Nakamichi Dragon oder Revox B15....
      und was ist es nun geworden?


      Ganz richtig ein Revox was ich im Nachbar Forum zu einem fairen Preis erwerben konnte. Das Ding ist einfach die Wucht! Es ist echt unglaublich was die damals für eine Qualität geliefert haben. Das Gerät sieht noch super aus, funktioniert tadellos und das Spuhlen der Kassetten bzw. der Stopp am Bandende klappt immer und ist total bewundernswert wie schonend da mit dem Band umgegangen wird.
      Also ich bin sehr zufrieden und glücklich noch so ein tolles Gerät gefunden zu haben.
      Liebe Grüsse Peter
      PS: das ist nicht mein eigenes Gerät - da mach ich dann noch mal ein Foto....
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking

      Ne noch viele Kassetten zu Hause!

      Hallo Markus,
      den Revox Traum hatte ich nicht mehr im Sprudelbubenalter (netter Ausdruck - kannte ich nicht :D ) sondern später. Aber nun habe ich eine günstige Gelegenheit wahrgenommen um so ein Gerät zu beschaffen...
      Und ein Grund da wieder was zu tun war der nicht mehr funktionsfähige Recorder von Marantz der im Keller mit den Kassetten eingemottet war. Ich habe auch noch rel. viele bespielte Kassetten von den Kindern (Märchen usw.) die wir selber nicht mehr hören aber für Kinderbesuch nutzbar machen wollen. Ausserdem habe ich mehrer Vortragsreihen die ich auf Kassette habe und die ich nun wieder mal hören wollte.
      Du siehst es gab mehrere Gründe in ein "uralt" Kassettengerät zu investieren.....
      Liebe Grüsse aus dem Kassettenhimmel :thumbup:
      Peter
      PS: Ausserdem habe ich noch verschiedene Live Aufnahmen die ich mit dem Marantz Deck bei 9.5 cm/s gemacht habe und die ich nun "restaurieren" will - da kein solches Gerät mehr zu erwerben ist muss ich die Kassetten digitalisieren und dann mit doppelter Geschwindigkeit im Audio Editior bearbeiten und dann das ganze als FLAC File speichern. Ist so ne Winter Planung / Vorhaben was ich schon lange habe und gemacht werden soll bevor die Kassetten unbrauchbar werden....
      "Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden." Ursula Herking